Meine-Landwirtschaft.de

Vom 7.-10. März 2017 findet in Schwäbisch Hall ein internationaler Kongress zu den Rechten von Kleinbauern statt, an dem neben Kleinbäuerinnen und  Kleinbauern aus der ganzen Welt auch Vertreter internationaler Organisationen und zahlreiche Stakeholder teilnehmen werden. Mit dem Kongress soll die Situation internationaler Kleinbauern und der Bevölkerung des ländlichen Raums sichtbar gemacht werden und ihren Forderungen nach nachhaltiger lokaler und regionaler Erzeugung von Nahrung Gehör verschafft werden. Zudem sollen Beiträge für die „Declaration on the Rights of Peasants and Other People Working in Rural Areas“ der UN erarbeitet werden. Mehr Information hier.

Am 21. Januar haben wir zum siebten Mal für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und fairen Handel in Berlin demonstriert. Es war eine bunte und kraftvolle Demonstration. Angeführt von 130 Traktoren zogen 18.000 Menschen vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Unsere Botschaften im Wahljahr: Bauernhöfe statt Agrarindustrie, gesundes Essen und artgerechte Tierhaltung sowie Demokratie statt Konzernmacht! Herzlichen Dank an alle, die dabei waren!

Fotos | Video | Pressespiegel | Spenden | Aufruf und Forderungen im Wahljahr

Die Kampagne „Meine Landwirtschaft“ fordert konkrete Maßnahmen zur Existenzsicherung bäuerlicher Betriebe und zum Umbau hin zu einer sozial gerechten, tier- und umweltfreundlichen Landwirtschaft. Mit dem im Aktionsprogramm "Wertschöpfung schaffen!" vorgelegten Maßnahmenkatalog kann die aktuelle Krise der deutschen und europäischen Landwirtschaft überwunden werden. Bund und Länder sind aufgefordert, dringend zu handeln!

Aktionsprogramm lesen oder herunterladen. Zur Pressemitteilung.

08.03.2017 |

Kleinbauern aus aller Welt tagen in Schwäbisch Hall für eine Charta of Peasants‘ Rights

Internationale Kleinbauern informieren über die Situation im  ländlichen Raum. (Foto: Hannes Jung/ Global Peasats´ Rights Congress)

Die bäuerliche Landwirtschaft ernährt den Großteil der Menschheit. Dennoch wird sie immer mehr von der Food- und Agrarindustrie verdrängt. Nun treffen sich auf Einladung der Stiftung Haus der Bauern, Schwäbisch Hall/Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall Bauernvertreter aus der ganzen Welt, um mit Politikern, Entwicklungshelfern und Menschenrechtlern den Weg für einen stärkeren rechtlichen Schutz für Kleinbauern zu ebnen. [+] mehr...

06.03.2017 |

Neonicotinoide: Bericht zu den Verfahren am Europäischen Gericht

Biene

In insgesamt drei Prozessen vom 15.02. bis zum 17.02.2017 hat die Kanzlei [GGSC] die Interessen der Bienen gegen die der Pestizidwirtschaft vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) vertreten. Bayer, Syngenta und BASF hatten die Kommission wegen des Verbots der Saatgutbehandlung mit verschiedenen Pestizidwirkstoffen (Neonicotinoiden, Fipronil) verklagt. Die Kommission hatte die ursprünglich erteilte Genehmigung dieser Wirkstoffe teilweise zurückgekommen, nachdem der Verdacht aufgekommen war, dass Bienen durch die toxische Wirkung dieser Pestizidwirkstoffe geschwächt werden und gegebenensfalls verenden. [+] mehr...

06.03.2017 |

Über 130 EU-Organisationen fordern radikale Umgestaltung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik

Organisationen fordern Umsetzung einer ganzheitlichen Gemeinsamen Nachhaltigen EU-Ernährungspolitik (Foto: CC0, Pixabay)

Anknüpfend an die von der EU Kommission kürzlich gestartete öffentliche Umfrage zur „Modernisierung und Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik“ (GAP), fordert ein Bündnis aus über 130 europäischen Zivilgesellschaftsorganisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Entwicklung, Klima, artgerechte Tierhaltung und Lebensmittelsystem einen radikalen Kurswechsel hin zu einem ökologisch nachhaltigen Ernährungssystem. Zivilgesellschaftsorganisationen aus 25 EU-Ländern haben die EU-Entscheidungsträger heute in einem Positionspapier dazu aufgefordert die Gemeinsame Agrarpolitik mit der Reform 2020 radikal umzugestalten und sich mit der EU-Agrarpolitik gutem Essen und zukunftsfähigen landwirtschaftlichen Praktiken in Europa zuzuwenden. [+] mehr...

02.03.2017 |

Gentechnik-Soja 'Intacta': Beschwerde am Gerichtshof der EU

Gentechnik-Soja "Intacta": Beschwerde am EU-Gerichtshof (Foto: CCO, Pixabay)

Testbiotech, das Europäische Netzwerk kritischer WissenschaftlerInnen (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility, ENSSER) sowie der Verein Sambucus haben am Gerichtshof der EU (EuGH) gemeinsam Beschwerde (C-82/17 P) gegen eine Entscheidung des Gerichts vom Dezember 2016 (T-177/13) eingelegt. Die Beschwerdeführer fechten die Entscheidung des Gerichts an, das die Zulassung von gentechnisch veränderten Sojabohnen durch die EU-Kommission bestätigt hatte. Sie wollen jetzt in diesem Zusammenhang grundsätzliche rechtliche Fragen klären lassen. So soll die EU-Kommission dazu verpflichtet werden, dem Schutz von Umwelt und Verbrauchern einen wesentlich höheren Stellenwert einzuräumen. [+] mehr...

22.02.2017 |

Länder-Vorstoß zur Umschichtung der EU-Agrargelder zu zaghaft

NABU fordert Nachbesserung des Länder-Vorstoßes zur Aufstockung von EU-Agrargeldern (Foto: CC0, Pixabay)

Der NABU fordert nach der Veröffentlichung eines Berichtes des Europäischen Rechnungshofes (European Court of Auditors, ECA) am Dienstag eine massive Aufstockung der Mittel für den Naturschutz in der sogenannten zweiten Säule der EU-Agrarförderung. Der Rechnungshof kommt in seinem Sonderbericht 1/2017 zu dem Schluss, dass das EU-weite Schutzgebietsnetz Natura 2000 unzureichend finanziert ist. Insbesondere bei der Finanzierung aus den Programmen der Agrarförderung sehen die EU-Prüfer großen Verbesserungsbedarf. Der NABU hält die Vorschläge der Bundesländer zur Umschichtung der EU-Agrargelder daher für viel zu zaghaft. [+] mehr...