Meine-Landwirtschaft.de

Der Politische Suppentopf im Frühjahr 2016

27.01.2016 | Essen ist politisch! Das INKOTA-netzwerk, die Kampagne Meine Landwirtschaft und viele lokale Initiativen starten in die dritte Runde unserer erfolgreichen Workshop-Reihe „Politischer Suppentopf: 

Der erste Workshop findet am Samstag, 27. Februar 2016, in Erfurt statt. Zum zweiten Workshop laden wir am Sonntag, 6. März 2016, in Biesenthal ein.

Weitere Informationen finden Sie hier... 

 

Schulterschluss von Bauern und Verbrauchern

17. 1. 2016 | Ein starkes Zeichen gegen die Agrarindustrie setzten 23.000 Menschen trotz eisiger Temperaturen am Samstag, 16.1.2016, in Berlin. Unter dem Motto "Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern" zogen sie angeführt von 130 Traktoren zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft zu stellen. Sie demonstrierten für Bauernhöfe, die umwelt- und klimafreundlich wirtschaften, damit das Recht auf Nahrung weltweit sichern, starke Strukturen im ländlichen Raum erhalten, artgerechte Tierhaltung verwirklichen, gentechnikfrei arbeiten und deren Grundsatz fairer Handel ist.

Zur Webseite von "Wir haben es satt!"

"Kritischer Agrarbericht 2016" erschienen

15.1.2016 | Der diesjährige Agrarbericht setzt als Schwerpunktthema Wachstum: Mit dem agrarindustriellen Wachstum der Betriebe, dem Immer-schneller-immer-mehr-Produzieren, wachsen die Probleme mit: beim Tierschutz, bei der Nährstoffversorgung der Böden, beim Einsatz von Pestiziden, beim Schutz der biologischen Vielfalt, aber auch bei der Arbeitssituation der Menschen, die auf den Betrieben leben. Auch ökonomisch fällt es Wachstumsbetrieben immer schwerer, sich auf die ständig schwankenden und in der Tendenz eher sinkenden Erzeugerpreise einzustellen. Wachstum ist auch in der Landwirtschaft längst kein Indikator mehr für Wohlstand.

Der Kritische Agrarbericht prüft die aktuellen Tendenzen und versucht in seinen Beiträgen dem blinden „Weiter so“ etwas Sinnvolleres entgegenzusetzen: eine bäuerliche Landwirtschaft, die ihrer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber gerecht wird, aber auch gegenüber den Tieren und der Natur.


10.02.2016 |

Gesetz zum Wegwerfstopp von Lebensmitteln

Der Deut­sche Bundestag ­ for­derte bereits 2012, das Weg­werfen bis zum Jahr 2020 auf die Hälfte zu redu­zie­ren — passiert ist aber kaum etwas.

Im Mai vergangenen Jahres schickte die französische Regierung ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung auf den Weg – nun ist es zum Beschluss gekommen. Französische Supermärkte mit einer Größe von über 400 Quadratmetern sind nun verpflichtet, unverkaufte Ware entweder an gemeinnützige Organisationen abzugeben oder günstiger im Laden anzubieten. Bei Verstoß drohe eine Geldstrafe von bis zu 75.000 Euro oder zwei Jahre Gefängnis. So könne die Abfallmenge bis 2025 um die Hälfte gesenkt werden. [+] mehr...

09.02.2016 |

Fragwürdiger Rekord deutscher Schlachtunternehmen

Gewerbliche Fleischproduktion, Copyright: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2016

Deutsche Schlachtunternehmen erzielten 2015 einen neuen Höchstwert: die Fleischproduktion stieg im Vergleich zum Vorjahr um 25.300 Tonnen (0,3%) auf insgesamt 8,22 Millionen Tonnen. Diese Menge übersteigt nicht nur die Produktion des vorhergehenden Jahres, sondern übertrifft auch das bisher höchste Ergebnis der Gesamtschlachtmenge aus dem Jahr 2011, die damals bei 8,20 Millionen Tonnen Fleisch lag. Diese Zahlen zur Fleischerzeugung legt das Statistische Bundesamt vor. [+] mehr...

22.01.2016 |

Patentamt widerruft Patent auf Melone

Zuckermelone, flickr.com: Edgar.Dorta, CC BY 2.0

Das Europäische Patentamt (EPA) hat am Mittwoch ein Patent des Saatgutriesen Monsanto widerrufen. Der US-Konzern hatte 2011 das Patent auf eine in Indien herkömmlich gezüchtete virusresistente Melone (Cucumis melo) erhalten – ganz gegen das europäische Patentrecht. Eine internationale Koalition hatte dagegen Einspruch eingelegt, unterstützt von der indischen Regierung. [+] mehr...

19.01.2016 |

Die Schere geht dramatisch auseinander

Slum Tondo in Manila, Philippinen, 2014. Copyright Foto: Dewald Brand, Miran für Oxfam

Inzwischen besitzen die 62 reichsten Einzelpersonen genauso viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Dies geht aus dem Bericht „An Economy for the 1%“ hervor, den Oxfam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos veröffentlicht hat. Die soziale Ungleichheit schreitet nach Angaben der Entwicklungsorganisation immer weiter voran und fordert deshalb, Steueroasen auszulöschen und sehr hohe Vermögen stärker zu besteuern. [+] mehr...

19.01.2016 |

Bauern und Verbraucher gegen Agrarindustrie

Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern in Berlin; Foto: Volker Gehrmann

Ein starkes Zeichen gegen die Agrarindustrie setzten 23.000 Menschen trotz eisiger Temperaturen am Samstag, 16.1.2016, in Berlin. Unter dem Motto "Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern" zogen sie angeführt von 130 Traktoren zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft zu stellen. Sie demonstrierten für Bauernhöfe, die umwelt- und klimafreundlich wirtschaften, damit das Recht auf Nahrung weltweit sichern, starke Strukturen im ländlichen Raum erhalten, artgerechte Tierhaltung verwirklichen, gentechnikfrei arbeiten und deren Grundsatz fairer Handel ist. [+] mehr...