Wie soll die Landwirtschaft der Zukunft aussehen? Diese Frage bewegt uns und wir diskutieren oft und in unterschiedlichen personellen Zusammensetzungen darüber. Hier sind einige Positionspapiere, die bei Meine Landwirtschaft oder uns nahestehenden Organisationen entstanden sind. 

Positionen von uns  Positionen zur GAP  Positionen zu Gentechnik   Positionen zu weiteren Themen


Unsere Positionen

9-Punkte-Plan für die Agrarwende

Forderungskatalog im Wahljahr 2017

Die Gesellschaft ist bereit, es fehlt aber am politischen Willen den Umbau der Landwirtschaft auf den Weg zu bringen. Zum Beginn des Wahljahres 2017 haben wir einen 9-Punkte-Katalog veröffentlicht, in dem wichtige Aspekte der ersten Schritte auf dem Weg zu der gesellschaftlich gewollten Agrar- und Ernährungswende skizziert sind.

9-Punkte-Plan

Wertschöpfung schaffen!

Aktionsprogramm für bäuerliche Betriebe und den Umbau der Landwirtschaft

In unserem Aktionsprogramm finden sich sechs konrete Vorschläge vorlegen, um die vielfältigen Krisen in der Landwirtschaft zu überwinden. Bund und Länder dürfen nicht weiter Zeit verstreichen lassen. Es ist ihre Verantwortung, die Vielfalt der bäuerlichen Betriebe zu erhalten und den Umbau hin zu einer sozial gerechten, tier- und umweltfreundlichen Landwirtschaft endlich in Angriff zu nehmen.

Aktionsprogramm

Für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft

Grundsatzpapier der Kampagne Meine Landwirtschaft

Als breites Bündnis aus mehr als 50 Organisationen haben wir uns bei unserer Gründung im Jahr 2011 auf einen gemeinsamen Aufruf und sechs Forderungen geeinigt. Die Forderungen bleiben auch heute noch wichtig und richtig: Nahrungsouveränität weltweit, gute Tierhaltung, Kampf der Klimaerhitzung und faire Bezahlung für Bäuerinnen und Bauern.

Forderungen

Nur eine ökologische Landwirtschaft kann die Welt ernähren

Eine Streitschrift zum Welternährungstag

Die seit Jahrzehnten fehlgeleitete Agrarpolitik ebenso wie die Untätigkeit politischer Entscheidungsträger darf nicht länger hingenommen werden. Deshalb haben im Hinblick auf den Welternährungstag einige unserer Organisationen die Streitschrift "Landwirtschaft am Scheideweg - Nur eine ökologische Landwirtschaft kann zehn Milliarden Menschen ernähren" verfasst, die zeigt, wie die Agrarwende funktionieren kann.

Streitschrift [PDF]


Positionen zur GAP (EU-Agrarsubventionen)

EU-Agrarpolitik muss gesellschaftlichen Mehrwert bringen

Gemeinsame Forderungen der Verbände-Plattform zur GAP 2020-Reform

Die breite Verbände-Plattform fordert in einer gemeinsamen Stellungnahme eine grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik. Die GAP-Gelder müssen gesellschaftliche Leistungen honorieren, Marktkrisen durch klare Regeln vermieden werden und die Vielfalt der Betriebe erhalten und ausgebaut werden, so einige der Forderungen der mehr als 20 unterzeichnenden Organisationen.

Plattformpapier [PDF]

Für eine gemeinwohlorientierte GAP nach 2020

Grundsatzfragen und Empfehlungen des WBAE zur EU-Agrarpolitik

Der Wissenschaftliche Beirat für Landwirtschaft und Ernährung (WBAE) unterbreitet in seiner Stellungnahme vom April 2018 Vorschläge für eine gemeinwohlorientierte Agrarsubventionen. Zentral ist für das wissenschaftliche Gremium dabei u.a.: Öffentliches Geld für öffentliche Leistung, Flächensubventionen reduzieren und Agrar- und Ernährungspolitik aufeinander abstimmen.

Stellungnahme [PDF]

Ist die GAP fit für die Zukunft der Landwirtschaft?

Studie zur laufenden GAP-Periode und Schlussfolgerungen für Entscheidungsträger

In einer umfassenden Studie haben Wissenschaftler*innen, u.a. im Auftrag des NABU, die aktuelle Förderperiode der EU-Agrarsubventionen untersucht. Ihr Fazit: Die Gelder aus Brüssel fördern unwirtschaftliches und umweltschädliches Wirtschaften. Ein Ampelsystem veranschaulicht die Auswirkungen der GAP auf Ökonomie, Umwelt und Nachhaltigkeit verdeutlichen.

Fitness-Check [PDF]


Positionen zu Gentechnik

Neue Gentechniken regulieren - Koalitionsvertrag umsetzen!

Resolution von über 20 Verbänden vor dem EuGH-Urteil zu neuer Gentechnik

All die neuartigen Verfahren, die unter Begriffen wie Genom-Editing, zielgerichtete Mutagenese oder neuere Mutagenese-Verfahren firmieren, sollen als Gentechnik reguliert werden. Das fordern 21 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz von den Abgeordneten im Bundestag und im Europäischen Parlament in einer Resolution.

Resolution [PDF]

Die Welternährung braucht keine Gentechnik

Gentechnisch veränderte Pflanzen taugen nicht für die Hungerbekämpfung

Große Konzerne aus der Chemie- und Pharmaindustrie behaupten unermüdlich, die Welternährung sei in Zukunft nicht ohne gentechnisch veränderte Pflanzen zu erreichen. Brot für die Welt stellt dagegen klar: Bis heute gibt es keine gentechnisch veränderten Nahrungspflanzen, die einen höheren Ertrag als konventionell gezüchtete Pflanzen aufweisen. Statt auf derart risikobelastete Technologien zu setzen, müssen Kleinbäuerinnen und -bauern im globalen Süden unterstützt werden.

Bericht [PDF]

Keine Gentechnik durch die Hintertür!

Vorsorgeprinzip stärken und konsequent anwenden

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft stellt die verschiedenen Gentechnik-Verfahren dar und beschreibt ihre fatale Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Die Bauernorganisation fordert: Auch die neuen Gentechnik-Verfahren müssen streng reguliert werden und Patente auf Leben gestoppt werden. Aus Vorsorgegründen dürfen gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere nicht in den Umlauf kommen.

Positionspapier [PDF]


Positionen zu unterschiedlichen Themen

Kernforderungen an das staatliche Tierwohlkennzeichen

Landwirtschaftsministerium muss für eine verbindliche Kennzeichnung sorgen

Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geplante staatliche Tierwohlkennzeichen hat einen zentralen Mangel: es beruht auf purer Freiwilligkeit. Neun Verbände fordern daher, dass bis zum Ende der Legislaturperiode die Überführung in eine verpflichtende Haltungskennzeichnung gesetzlich verankert werden muss. Dabei muss klar sein: Schon für die Einstiegsstufe braucht es starke Kriterien, die sich deutlich vom gesetzlichen Mindeststandard abheben. Und das bereits bestehende Verbot des Ringelschwanzkürzens bei Schweinen muss endlich ausnahmslos umgesetzt werden.

Positionspapier [PDF]

Forderungen an ein Aktionsprogramm Insektenschutz

Bauern-, Imker-, Tier- und Umweltschutzorganisationen für insektenfreundliche Landschaften

In ihrem Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD beschlossen, das Insektensterben umfassend zu bekämpfen und ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“ aufzulegen. Diese Vereinbarung begrüßen die mehr als 40 Organisationen und haben einen Forderungskatalog entwickelt. Die Regierung ist in der Pflicht, die Lebensbedingungen für Insekten in dieser Legislaturperiode deutlich und nachhaltig zu verbessern. Denn der dramatische Verlust an Insekten, sowohl in absoluter Zahl als auch bei der Artenvielfalt, erfordert rasches und umfassendes politisches Handeln.

Forderungen [PDF]

Positionspapier zu Glyphosat

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft fordert Glyphosat-Ausstieg

Bäuerinnen und Bauern haben Unkraut seit jeher durch gute ackerbauliche Praxis bekämpft. In den letzten Jahren ist das Totalherbizid Glyphosat immer flächendeckender als vermeintlich einfache Lösung der Agrarindustrie eingesetzt worden. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft fordert ein Ende der Zulassung, ein Verbot von Ersatzstoffen und umfassendere Studien sowie bessere Forschung.

Positionspapier [PDF]

Positionspapier: Klimasmarte Landwirtschaft - nein danke!

Für eine sozial-ökologische Agrarwende statt gefährlicher Scheinlösungen

Die Klimakrise macht die globale Agrarwende hin zu einer ökologisch nachhaltigen und klimafreundlichen Landwirtschaft noch dringlicher. Die von mächtigen Agrar- und Lebensmittelkonzernen propagierte "klimasmarte Landwirtschaft" ist jedoch keine Lösung für die Erdüberhitzung. Mit dem Konzept versucht die Agrarindustrie lediglich schädliche Praktiken, wie den flächendeckenden Pestizideinsatz, als Heilsbringer zu verkaufen. Um die Herausforderungen der Klimakrise und anderer sozial-ökologischer Probleme anzugehen, müssen die unterschiedlichen Aspekte von Landwirtschaft und Ernährungs zusammen betrachtet werden, anstatt einzelne Aspekte mit chemisch-technischen Hilfsmitteln lösen zu wollen. Das erklären rund 20 Organisationen in ihrem Positionspapier.

Positionspapier [PDF]