Wasser ist unsere Lebensgrundlage. Doch nur zwei Drittel des Grundwassers in Deutschland sind in einem guten Zustand. Schadstoffe wie Nitrat oder Pestizide verunreinigen das Grundwasser – und erhöhen damit die Kosten für die Aufbereitung unseres Trinkwassers, dem wichtigsten Lebensmittel.

Ein Problem ist die Überdüngung unserer Böden. Pflanzen können nur einen Teil der Nährstoffe aufnehmen, der Rest wird ins Grundwasser und die Gewässer geschwemmt. Die Folge: An einem Viertel der bundesweiten Messstellen überschreitet die Stickstoffverbindung Nitrat den Grenzwert im Grundwasser. Belastetes Wasser kann für Menschen gefährlich werden, vor allem aber bedroht zu viel Nitrat Böden und biologische Vielfalt.

Ein weiteres Problem ist der steigende Einsatz von Pestiziden. Die sogenannten „Pflanzenschutzmittel“ sollen Ernten vor Pilzen, Beikräutern und Insekten sichern. Doch sie bekämpfen auch nützliche Bodenorganismen und gelangen in Gewässer, wo sie unsere Gesundheit und die Umwelt bedrohen. Auf deutschen Äckern landen jedes Jahr rund 30.000 Tonnen Pestizide.

Die Agrarminister*innen von Bund und Ländern kennen die Probleme. Doch nicht der Schutz unseres Wassers steht auf ihrer Tagesordnung, sondern der als „Bürokratieabbau“ beschönigte Abbau von Regelungen, die uns schützen sollen. Dem gegenüber stehen viele Landwirt*innen, die Wasser und Umwelt schützen wollen, dafür aber ausreichend honoriert werden müssen. Bund und Länder sind in der Verantwortung, den Weg für eine bäuerliche, ökologischere Landwirtschaft freizumachen!

Deshalb protestieren wir bei der Agrarministerkonferenz in Würzburg!

Von Landwirt*innen bis Umwelt- und Naturschützer*innen: Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für eine bäuerliche, ökologischere Landwirtschaft.

Wir fordern von den Agrarminister*innen von Bund und Ländern:

Schützt unser Wasser! Wir haben Überdüngung und Pestizide satt!

Mehr Informationen auf der Wir haben es satt-Website