Wir haben die falsche Agrarpolitik satt!

Liebe Freundinnen und Freunde einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft,

„Wir haben die falsche Agrarpolitik satt!“ – das haben wir am 19. Januar mit 35.000 Menschen in Berlin mehr als deutlich gemacht. Damit ist klar: Unsere Bewegung ist lebendiger denn je. Auch im neunten Jahr haben Zehntausende das Regierungsviertel geflutet und sich für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik eingesetzt – mit artgerechter Tierhaltung, gerechten Subventionen und mehr Klimaschutz.

Agrarministerin Klöckner wurde rund um die Grüne Woche immer wieder mit unseren Positionen konfrontiert. Doch statt die Anliegen der Bevölkerung ernst zu nehmen, ließ sie keine Gelegenheit aus, um unseren Protest zu verunglimpfen. So auch im Bericht aus Berlin, als sie unsere Demo als Gaudi abgetan hat (im Video ab Min. 2:52). Wir sagen dazu: Anderen Gaudi vorwerfen und selbst eine zutiefst unernste Politik machen, das passt beim besten Willen nicht zusammen.

Klöckners Vorstellung von Tierwohl bringt die Absurdität der aktuellen Agrarpolitik auf den Punkt: Wer einer über 110 Kilo schweren Sau 1,2 Quadratmeter Platz gibt (also 20 Quadratzentimeter mehr als gesetzlich vorgeschrieben), darf künftig mit dem staatlichen Tierwohl-Label werben. Noch schlimmer: Die von Klöckner in der letzten Woche vorgestellte freiwillige Kennzeichnung ist nicht nur ambitionslos, sie ist auch überflüssig. Denn alle Handelsunternehmen haben mittlerweile eigene Labels eingeführt.Ein weiteres unverbindliches Siegel verwirrt nur. Den Tieren ist damit genauso wenig geholfen wie den Bäuerinnen und Bauern, die ihre Ställe umbauen wollen.

In Handel und Politik tut sich noch zu wenig, das steht außer Frage. Aber dass sich überhaupt etwas tut, ist unserem Druck zu verdanken. Jetzt müssen wir dranbleiben und der mächtigen Agrarlobby weiter Paroli bieten! Das werden wir tun, versprochen! Und dabei setzen wir weiterhin auf eure Unterstützung.

In diesem Newsletter findet sich ein Rückblick auf die vergangene Demo ebenso wie der Ausblick auf die kommenden Monate.

Herzliche Grüße sendet
das Team von Meine Landwirtschaft/Wir haben es satt!

 

1. Danke, danke, danke!

Wir wollen Danke für eine großartige Demonstration sagen! Ein riesiges Dankeschön geht an alle, die im Vorfeld Werbung gemacht haben, die Busse organisiert haben, bei der Schnippeldisko mitgeholfen haben oder am Demotag Aufgaben übernommen haben.

Und danken möchten wir auch all denen, die auf der Demo mitgelaufen sind, kreative Schilder gebastelt haben, im Kostüm oder mit Kind und Kegel dabei waren. Wir waren 35.000 für eine gerechte Agrarreform und die Umverteilung der Subventionen. Wir waren 35.000 für Klimagerechtigkeit und die Agrarwende. Das war ein unmissverständliches Statement unserer vielfältigen, lautstarken und entschlossenen Bewegung!

» Fotos von der Demo
» Pressespiegel

 

2. Spenden

Keine andere Bewegung hat in Deutschland neun Jahre in Folge so viele Menschen auf die Straße gebracht wie unsere Bewegung für gute Landwirtschaft und gutes Essen. Um ehrlich zu sein, hätten wir uns im Jahr 2011 nicht ansatzweise erträumen lassen! Damit wir langfristig Druck auf die Politik ausüben können, brauchen wir auch weiterhin eure finanzielle Unterstützung – egal ob 5, 10 oder 50 Euro jede Spende hilft. Herzlichen Dank!

» Hier Spenden

 

3. Beats + Bohne – das Wir haben es satt!-Jugendfestival

Beats + Bohne, das ist das Festival für alle jungen und jung gebliebenen Menschen. Wer über Landwirtschaft und Ernährung diskutieren, sich vernetzen und Visionen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft entwickeln will, darf das Wir haben es satt!-Jugendfestival im Juni auf einem Bauernhof bei Frankfurt/Main nicht verpassen. Beats + Bohne, das sind vier Tage voll spannender Arbeitsgruppen und Aktivwerkstätten, Filmvorführungen, Bands, Theater und vielem mehr. Sommerwetter und frische Luft, leckeres Essen und gute Musik natürlich inklusive.

Zum Vormerken:
20. bis 23. Juni 2019 | Dottenfelder Hof | Bad Vilbel (bei Frankfurt/Main)

» Festival-Infos & Newsletter

 

4. Klimagerechtigkeit jetzt!

Greta Thunberg hat es vorgemacht, tausende Schülerinnen und Schüler machen es heute wieder bei den #FridaysForFuture in ganz Deutschland nach. Sie streiken für echten Klimaschutz. Und auch bei Ende Gelände werden immer mehr Menschen für einen schnelleren Kohleausstieg in Deutschland aktiv. Wir möchten euch ermutigen: Schaut über den Tellerrand und kämpft mit für unsere Zukunft und die der folgenden Generationen!

» #FridaysForFuture
» Ende Gelände

 

5. Social Media – vernetzt euch mit uns!

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