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Oktober

Ausstellung "Landwirtschaft der Gifte"

19.10.2017, 19:30 Uhr - 10.12.2017, 18:00 Uhr

ORT: WILLY-BRANDT-HAUS, Stresemannstr. 28, 10963 Berlin

Anlässlich der bevorstehenden Entscheidung über die Neuzulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der Europäischen Union zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Ausstellung „Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen“ mit Fotografien von Pablo E. Piovano. Der Fotograf dokumentiert die Folgen von 20 Jahren des wahllosen Einsatzes von Agrarchemikalien im ländlichen Nordosten Argentiniens und dessen katastrophale Auswirkungen auf die Menschen und ihre Umwelt.

Die Menschheit nimmt unfreiwillig an einem der größten Experimente weltweit teil. Glyphosat ist das meistverkaufte Pflanzengift der Welt. Es ist allgegenwärtig in der Nahrungskette. Der Fotograf Piovano dokumentierte drei Jahre lang (2014-17) die Folgen von 20 Jahren des wahllosen Einsatzes von Agrarchemikalien im ländlichen Nordosten Argentiniens und dessen katastrophale Auswirkungen. Seine Fotos werden nun erstmalig in Berlin ausgestellt.

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 19.Oktober um 19.30 Uhr.

Die Veranstaltung ist bis 21. Januar 2018 jeweils Dienstag bis Sonntag zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

November

Länderbericht und Diskussion über Brasiliens Soja-Boom und seine Folgen mit Martin Häusling

23.11.2017, 19:00 - 21:00 Uhr

Soja ist Brasiliens wichtigstes Exportprodukt. Die steigende Nachfrage nach Sojabohnen zur Tierfütterung hat zu einer drastischen Ausweitung der Anbaufläche geführt – mit verheerenden sozialen und ökologischen Folgen.

Die brasilianische Regierung befördert diese Entwicklung noch, in dem sie den mächtigen Agrarunternehmen des Landes mit Investitionen in große Infrastrukturprojekte zum Abtransport der Soja unter die Arme greift.

Die schlimmsten sozialen und ökologischen Auswirkungen des Soja-Booms sind die fortschreitende Entwaldung, der zunehmende Einsatz von Pestiziden, die das Trinkwasser der Bevölkerung vergiften, die Landvertreibung und Zerstörung der Selbstversorgung von kleinbäuerlichen Familien und indigenen Gemeinden. Für ihren Widerstand gegen die aggressive Sojaexpansion zahlen sie einen hohen Preis: Sie werden oft bedroht und nicht selten ermordet.

Europa steht für Brasiliens Soja-Boom und seine Folgen unmittelbar in der Verantwortung, denn die hiesige Massentierhaltung von Hühnern und Schweinen wäre ohne die immensen, zunehmend gentechnisch veränderten Futtermittelimporte aus Übersee gar nicht möglich. Was ist in Europa politisch zu tun, damit unsere Billigschnitzel der Umwelt und den Menschen in anderen Ländern und nicht teuer zu stehen kommen?

Darüber und über die Schlussfolgerungen aus seiner politischen Agrar-Rundreise in Brasilien diskutiert Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament und mit Prof. Antônio Inácio Andrioli, einem brasilianischen Sozialwissenschaftler und Agrarexperten, und Jochen Köster, einem ausgewiesenen Kenner der internationalen Branche und Verfechter eines gentechnikfreien und nachhaltigen Soja-Anbaus.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Kommen.

Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Moderation:

Christine Chemnitz: (Referentin Internationale Agrarpolitik, Heinrich-Böll-Stiftung)

Informationen:

Audrey Changoe: Referentin Referat Lateinamerika, Heinrich-Böll-Stiftung

E-Mail: changoe@boell.de

Sprache: Deutsch

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Januar

Erster Fachtag Solidarische Landwirtschaft

24.01.2018, 10:00 - 16:00 Uhr

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft lädt Sie herzlich zum ersten Fachtag über Solidarische Landwirtschaft in Deutschland ein.

Erzeuger-Verbraucher-Kooperationen nach dem Modell der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi oder auch engl. CSA, Community Supported Agriculture) werden für immer mehr kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe eine interessante Alternative, um ihre Existenz zu sichern. Immer mehr Verbraucher*innen wünschen sich ein transparentes, faires und nachhaltig produzierendes Lebensmittelsystem.

Welche Rolle kann Solawi für die Erhaltung von bäuerlichen Betrieben und für den Umbau der Landwirtschaft hin zu einer ökologischen, regionalen Lebensmittelversorgung spielen? Welche rechtlichen und politischen Maßnahmen können dies unterstützen? Welche Potentiale sehen landwirtschaftliche Akteure und die Politik in der Solidarischen Landwirtschaft? In Vorträgen und Podiumsdiskussionen wird das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft mit Verbändevertreter*innen und Politiker*innen diesen Fragestellungen nachgehen und einer interessierten Öffentlichkeit das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft vorstellen.

Eine Veranstaltung des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft in Kooperation mit dem Bundesverband der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), dem Demeter e. V. und der Schweisfurth Stiftung mit Unterstützung der Landwirtschaftlichen Rentenbank und der Böll-Stiftung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Wo: Heinrich-Böll-Stiftung (Schumannstr. 8, 10117 Berlin)

Tagungsbeitrag: 10,00 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)

Anmeldung bis 20.01.18: www.solidarische-landwirtschaft.org/fachtag

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