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Januar

Agrarökologie – das unterschätzte Potenzial für Ernährung und Landwirtschaft

18.01.2018, 18:00 - 20:00 Uhr

Agrarökologie – das unterschätzte Potenzial für Ernährung und Landwirtschaft Herausforderungen für die Entwicklungszusammenarbeit

Podiumsdiskussion im Rahmen der Reihe „Landwirtschaft anders – unsere Grüne Woche“

Um den Hunger weltweit zu beenden und die Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 zu erreichen, bedarf es einer grundlegenden Wende der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik. Immer mehr Akteure sprechen von den Potenzialen der Agrarökologie für diesen Politikwechsel. Doch was genau ist Agrarökologie? Wie kann sie die Landwirtschaft und Ernährungssysteme in Ländern des globalen Südens transformieren? Was bedeutet dies für die Bauern und Bäuerinnen?

Bislang fristet die Agrarökologie als Alternative zur inputintensiven industriellen Landwirtschaft ein Nischendasein und wird trotz der lokal vielfach nachgewiesenen ökologischen und sozialen Potenziale von den Akteuren der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit wenig gefördert.

Welches Engagement ist gefragt von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit? Wie positionieren sich relevante Akteure wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) oder die Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)? Welche wichtigen politischen Prozesse gibt es derzeit und welche politischen Maßnahmen wären nötig, um Agrarökologie viel stärker als einen zentralen Baustein zur Erreichung der SDGs in den Fokus zu nehmen?

Diese Fragen diskutieren:

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (angefragt)

Beate Scherf, Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

Maria Heubuch, MdEP, Bündnis 90/Die Grünen

Fátima de Moura, FASE Mato Grosso, Brasilien

Wo: Heinrich-Böll-Stiftung Berlin, Schumannstr. 8

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Portugiesisch mit Übersetzung statt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: dewitz@boell.de

Quelle: Aktion 3. Welt Saar
Quelle: Aktion 3. Welt Saar

Lesung aus der Gartenkolumne "Krauts & Rüben. Der letzte linke Kleingärtner"

21.01.2018, 17:30 - 19:30 Uhr

Am Sonntag findet eine Lesung aus der Gartenkollumne "Krauts & Rüben. Der letzte linke Kleingärtner" statt.

Inhalt der Kolumne:

1. Die Kolumne richtet sich an ein städtisch geprägtes Publikum und versucht auf ironisch-charmante Weise Verständnis für die heutige Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zu wecken.

2. Dazu wurde als Stilmittel die Person des Kleingärtners gewählt, der neben der Bewirtschaftung seines Gartens regelmäßig allgemeine Aussagen zur Agrarpolitik und dem nicht immer schön anzusehenden Verhalten vieler agrarpolitischer NGOs von sich gibt, die fanfarenartig hinausposaunen, dass eine bessere Welt käuflich sei - durch individuelle Konsumentscheidungen. Der Kleingärtner schwankt dabei in seinen Ausführungen zwischen penetrant ordnungsliebend und ebenso penetrant auf Vielfalt gepolt. Daraus ergibt sich eine Fülle an argumentativen Komplikationen, die nur im Zuge von intensiven Selbstgesprächen über Landwirtschaft und Gartenbau sowie „über Gott und die Welt“ gelöst werden können.

3. Um die Herzen des Publikums auch emotional verlässlich zu erreichen, tauchen als weiteres Stilmittel und Charakteristikum in der Kolumne regelmäßig vier Hühner auf, die ebenfalls in die Gartenarbeit integriert werden. Sie müssen hart arbeiten, damit am Ende ein ausreichender Ertrag im Garten vermeldet werden kann.

4. In der Kolumne stichelt "Der letzte linke Kleingärtner" gegen die in der Gesellschaft weit verbreiteten Klischees über Landwirtschaft und Gartenbau: Mal hat er die vermeintlich dummen Bauern, mal die dummen NGOs, mal die dummen Veganer, mal die dummen Verbraucher im Blick. Mal gerät er am Ende der Überlegungen derart ins Straucheln, dass er Gefahr läuft, seine Meinung ändern zu müssen, was er wiederum mit allen publizistischen und argumentativen Mitteln zu verhindern sucht. Und dazwischen gackern die Hühner.

Wo: Berlin, Laidak, Boddinstraße 42, Berlin-Neukölln

Eintritt ist frei

Erster Fachtag Solidarische Landwirtschaft

24.01.2018, 10:00 - 16:00 Uhr

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft lädt Sie herzlich zum ersten Fachtag über Solidarische Landwirtschaft in Deutschland ein.

Erzeuger-Verbraucher-Kooperationen nach dem Modell der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi oder auch engl. CSA, Community Supported Agriculture) werden für immer mehr kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe eine interessante Alternative, um ihre Existenz zu sichern. Immer mehr Verbraucher*innen wünschen sich ein transparentes, faires und nachhaltig produzierendes Lebensmittelsystem.

Welche Rolle kann Solawi für die Erhaltung von bäuerlichen Betrieben und für den Umbau der Landwirtschaft hin zu einer ökologischen, regionalen Lebensmittelversorgung spielen? Welche rechtlichen und politischen Maßnahmen können dies unterstützen? Welche Potentiale sehen landwirtschaftliche Akteure und die Politik in der Solidarischen Landwirtschaft? In Vorträgen und Podiumsdiskussionen wird das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft mit Verbändevertreter*innen und Politiker*innen diesen Fragestellungen nachgehen und einer interessierten Öffentlichkeit das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft vorstellen.

Eine Veranstaltung des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft in Kooperation mit dem Bundesverband der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), dem Demeter e. V. und der Schweisfurth Stiftung mit Unterstützung der Landwirtschaftlichen Rentenbank und der Böll-Stiftung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Wo: Heinrich-Böll-Stiftung (Schumannstr. 8, 10117 Berlin)

Tagungsbeitrag: 10,00 Euro (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)

Anmeldung bis 20.01.18: www.solidarische-landwirtschaft.org/fachtag

Symposium Aufbauende Landwirtschaft

26.01.2018, 14:00 Uhr - 28.01.2018, 13:00 Uhr

Boden wieder gut machen. Wege zu einer regenerativen Agrarkultur.

Im Fokus des Symposiums stehen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland und Österreich, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Sepp Braun, Dietmar Näser, Margarete Langerhorst und Urs Mauk zeigen am Beispiel ihrer Höfe, wie sie das in Praxis umsetzen.

Anita Idel, Ingrid Hörner, und andere berichten über ihre Erkenntnisse zu Bodenaufbau, Beweidung und Pflanzenstärkung.

Themen werden sein:

-Mischkulturen, Untersaaten, Zwischenfrüchte und Agroforst

-pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung, Direktsaat, Kompostierung und Mulch

-Boden- und Blattsaft-Analysen, Immunsystem der Pflanzen,

-vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung, Mikroorganismen

-Holistisches Weidemanagement, Wassermanagement und Keyline-Design

-Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung

Mit Hofrundgang, Vorträgen, Kurzreferaten, einer Podiumsdiskussion und vielfältigen kleinen Arbeitsgruppen wollen wir einen offenen Begegnungsraum schaffen für konventionelle und ökologische Bauern, Gärtnerinnen und andere interessierte Menschen.

Wo: Gemeinschaft Schloss Tempelhof

(Tempelhof 3 |74594 Kreßberg (Baden-Württemberg))

Teilnahmegebühren:

Normal: 220€

Ermässigt: 150€

Sponsoring für junge Leute: 260€

(d.h. 40€ freiwilliger Beitrag damit junge Leute mit wenig Geld mitfinanziert werden können)

Anmeldung: www.schloss-tempelhof.de (Link unten)

Februar

Loccumer Landwirtschaftstagung 2018: die künftige Agrarpolitik Europas

09.02.2018, 15:30 Uhr - 11.02.2018, 12:30 Uhr

Die diesjährige Loccumer Landwirtschaftstagung beschäftigt sich mit der Frage: Gemeinsame Agrarpolitik im künftigen Europa:

Was und wie viel gemeinsam?

Dabei wird es sich um die von der EU-Kommision vorgeschlagten Reformen für die Agrarpolitik 2020 drehen.

In ihren Vorschlägen greift die Kommission einige seit geraumer Zeit geführte Debatten auf:

• Ein „neues Umsetzungsmodell“ soll den Klagen über zu viel Bürokratie begegnen. Doch ist dieses Modell, das Ideen einer Zielsteuerung aufgreift, wirklich umsetzbar?

• Die Bedeutung von Innovation für ökonomische und ökologische Effizienz wird betont. Doch reichen die angedeuteten Maßnahmen dafür aus?

• Es soll ein „intelligenter und krisenfester Agrarsektor gefördert“ werden. Doch können zu weitgehende Risikomanagement- und Subventionssysteme unternehmerische Initiative und widerstandsfähige Strukturen nicht sogar behindern?

• „Umweltpflege und Klimaschutz“ sollen gestärkt werden. Diese sollen im o.g. neuen Umsetzungsmodell ziel- und ergebnisorientiert verfolgt werden. Aber drohen dadurch Umwelt- und Klimaschutz unter den Tisch zu fallen, wenn sich Ziel- und Ergebnisorientierung nicht überprüfen und gegenüber den Mitgliedstaaten durchsetzen lassen?

• „Die globale Dimension der GAP“ wird in Bezug auf Handel und Migration aufgegriffen. Sind die von der EU vorgeschlagenen Ansätze ausreichend dafür?

Wo:Evangelische Akademie Loccum

(Münchehäger Straße 6, D-31547 Rehburg-Loccum)

Tagungsgebür: 165 € (ermäßigt 85€)