Meine-Landwirtschaft.de

Worum geht es?

Wie viele Bauern wird es in zehn Jahren in Deutschland und Europa noch geben? Was werden sie anbauen? Wie sehen unsere Landschaften dann aus? Welchen Preis bezahlen wir dafür an der Ladentheke? Wie teuer kommen Landwirtschaft und Ernährungsweise unsere Gesellschaft, Gesundheit und Umwelt zu stehen?

Derzeit wird die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union nach 2013 festgelegt. Dabei geht es nicht nur um Subventionen, sondern auch um Klimaschutz und Artenvielfalt, Wasser- und Bodenqualität, regionale Entwicklung und Tierschutz, um die Wahl künftiger Technologien und nicht zuletzt um die Qualität unseres Essens und unsere Gesundheit. Es geht um die Bekämpfung des Welthungers und um globale Gerechtigkeit.

Die europäische Agrarpolitik sollten wir deshalb nicht Lobbyisten überlassen. Sie ist eine Herausforderung für alle Steuerzahler, Verbraucherinnen und Wähler.

Mit der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ wollen Organisation aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft gemeinsam Fragen stellen und Lösungen suchen: Auf Bauernhöfen, in Gemeinden in Stadt und Land und im Internet. Wir suchen den Dialog zwischen Landwirten und Verbrauchern, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Wir wollen nachhaltige Perspektiven entwickeln, Zusammenhänge begreifen und unsere Lebensmittel und Landschaften genießen. Wir wissen: Weiter wie bisher ist keine Option.

Deshalb wollen wir mehr Demokratie wagen, auch beim Essen. Wir übernehmen Verantwortung und stellen das Gemeinwohl, wo nötig, über kurzfristige Einzelinteressen. Die Ernährungs- und Agrarpolitik Europas ist unsere Angelegenheit. Ihre Umgestaltung ist unsere Wahl. Wir laden Sie herzlich ein, sich daran zu beteiligen.

Lesen Sie unseren Aufruf zur Debatte und unsere gemeinsamen Positionen und Forderungen

Wer steckt dahinter?

"Meine Landwirtschaft - unsere Wahl" wird von Organisationen und Initiativen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen getragen, die sich mit Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Verbraucherschutz, Gesundheit, regionaler und internationaler Entwicklung befassen. Die zwanzig Initiatoren wollen die öffentliche Debatte anregen und daraus Forderungen entwickeln, die sie gemeinsam durchsetzen.
Sie hoffen, viele weitere Organisationen, vor allem auch regionale und lokale Initiativen und Gruppen, Unternehmen und Einzelpersonen für diese Kampagne zu gewinnen. Ein Trägerkreis hat erste Mittel zusammengelegt und das Kampagnenbüro eingerichtet und freut sich über neue Mitglieder, aktive Mitarbeit, finanzielle Unterstützung und neue Ideen.
Hier sehen Sie wer schon dabei ist.

Büro

Kampagnenbüro "Meine Landwirtschaft"

Marienstr 19-20, 10117 Berlin

Tel. 030 / 28482437 Fax 030 / 27590312, Email

Harry Hoffmann, Jochen Fritz, Iris Kiefer

Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein

Wir wissen: Jetzt entscheidet sich, wie die Landwirtschaft von morgen aussieht, wie unsere Lebensmittel in Zukunft schmecken. Und: Weiter wie bisher ist keine Option für Europas Agrarreform 2013. Wir glauben: Wenn alle, die das betrifft, sich jetzt einmischen, haben wir eine Chance zur Veränderung.Wir fragen: Ist die Zeit wirklich reif dafür, daß sich Bürgerinnen und Bürger dafür interessieren wie unsere Land- wirtschaft in zehn Jahren aussieht, sich sogar engagieren? Oder sagen Sie „da kann man doch eh nichts machen“?

Wir hoffen und bangen. Ob das wohl ein Schwein interessiert?

Manchmal träumen wir: Eine bunte Gemeinde der Besser- esser, Erlebnis- bauern, Naturfreundinnen, Globaldorfpfarrer, Aktivmütter, Lokalköche, Hofgärt- nerinnen, Qualitätshändler, Friedens- stifter, Wohlstands- statt Wachstums- bürger, Bio-Studentinnen und einfach-mal-anders-Macherinnen und Macher, hat zu Hause, bei der Arbeit, in der Politik, der Kultur, selbst in den Medien den Mut zu sagen: „Schaffen wir.“ Das wäre ein grosser Spass!

Was meinen Sie?