Meine-Landwirtschaft.de

Unsere Forderungen:

1)    Das Menschenrecht auf gesunde Nahrung weltweit durchsetzen

Eine Milliarde Menschen hungern, ebenso viele sind fehlernährt und übergewichtig. Oberstes Ziel der EU-Agrarpolitik muß es sein, alle Bürger gut und gesund mit den Ressourcen zu ernähren, der jedem der sieben (bald neun) Milliarden Erdenbürgern nachhaltig zur Verfügung stehen. Wir müssen unseren Be­darf auf der eigenen Fläche decken. Heute hat die EU ein Netto-Defizit von 35 Millionen Hektar. Zu­gleich bedrohen subventionierte Exporte in arme Länder dort die Selbstversorgung und Existenz von Kleinbauern.

  • Alle Exporte, die Kleinbauern in Entwicklungsländern bedrohen, einstellen statt subventionieren
  • Billigimporte, v.a. von Futtermitteln und Agrar-Sprit unterbinden
  • Gerechte Preise für importierte Agrarprodukte

2)    Landwirtschaft soll sich lohnen – für Bauern und Verbraucherinnen

Nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft und gute Qualität brauchen kostendeckende Preise. Dazu muß die Marktmacht der Landwirte und Verbraucher gestärkt werden. Wir wollen eine bedarfsorientierte, mög­lichst regionale Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln. Wir brauchen qualifizierte, traditions­bewußte und innovative Bauern und Verarbeiter, denen wir vertrauen können. Wir wollen keinen Hof mehr verlieren!

  • Bäuerliche Betriebe und Arbeit fördern statt benachteiligen, keine Subventionen für Konzerne!
  • Direktzahlungen für Umwelt- und soziale Leistungen, gekoppelt an die Zahl der Beschäftigten
  • Überproduktion, Verschwendung und Preisverfall mit Mengensteuerung durch Erzeuger und Verbraucher  verhindern!
  • Mindestlöhne und Antidumping-Gesetze in der Land- und Lebensmittelwirschaft!

3)    Gesunde Tiere für gesunde Ernährung 

Tierschutz, gesunde Ernährung, Klimawandel und Ressourcenknappheit zwingen zur Umkehr in der Tierhaltung und beim Fleischkonsum. Wir müssen uns an der verfügbaren Fläche und der Würde der Kreatur orientieren.  

  • Industrielle Tierhaltung nicht länger subventionieren
  • Eiweißfutter wieder in Europa erzeugen, Grünland erhalten
  • Die Würde der Tiere achten, quälerische Haltung und Zucht zu verbieten

4)    Vielfalt statt Monokulturen

Die Vielfalt der Kulturlandschaften Europas, unserer Kulturpflanzen und Nutztierrassen zu erhalten und das Artensterben zu stoppen ist eine Überlebensfrage in Zeiten des Klimawandels.

  • Verbesserung der Artenvielfalt, Mindestfruchtfolgen und Erhalt von Grünland auf allen Betrieben
  • Den Einsatz synthetischer Dünge- und Pflanzenschutzmitteln systematisch reduzieren
  • Agrarökologische Lösungen und ökologische Landwirtschaft gezielt fördern

5)    Klimaschutz und solare Landwirtschaft

Wir müssen unsere Klimagas-Emissionen um 80% reduzieren, auch in der Landwirtschaft. Dazu müssen wir v.a. die Abhängigkeit unserer Ernährung von Öl und Mineraldünger überwinden, die Fleischproduk­tion umstellen und die Speicherung von Kohlenstoff durch Humusbildung im Acker- und Grünland stei­gern. Großflächiger Ersatz fossiler Energie durch Sprit- und Energiepflanzen vom Acker ist keine Alter­native.

  • Kleinteilige, effiziente und angepaßte Energiegewinnung, v.a. aus Abfallstoffen und Zwischenfrüch­ten statt Monokulturen für Sprit und Biogas
  • Maximale Energie- und Klimagaseffizienz und Humusaufbau fordern und fördern

6)    Innovation statt Risiko- und Monopoltechnologien

Risikotechnologien wie die Agro-Gentechnik lehnen wir ab. Bäuerliche Kompetenz und ganzheitliche Forschung ist die Grundlage der Innovation. Die Natur als „Bio“-Fabrik ist keine Zukunftsstrategie.

  • Den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen, patentierter Lebewesen und geklonter Tiere verbieten
  • Forschung an den Bedürfnissen der Landwirte und Steuerzahler und den ökologischen Herausforderungen ausrichten, ihre Ergebnisse fair teilen, kritisch bewerten und verbreiten