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02.06.2017 |

Neuer Kinofilm „Code of Survival“: Auf der Suche nach zukunftsfähiger Landwirtschaft

Filmplakat Code of Survival
Blühende Landschaften, guter Boden - das Filmplakat von "Code of Survival"

Die Geschichte vom Ende der Gentechnik erzählt der gestern in deutschen Kinos angelaufene Dokumentarfilm „Code of Survival“. In seinem neuesten Werk zeigt Filmemacher Bertram Verhaag („Der Bauer und sein Prinz“, „Gekaufte Wahrheit“) zwei Seiten der Landwirtschaft: Anbau unter Einsatz von Gentechnik und Pestiziden auf der einen Seite und ökologischer, nachhaltiger Umgang mit dem Boden auf der anderen. Das leidenschaftliche Plädoyer für eine ressourcenschonende Landwirtschaft ist ein weiterer Beitrag in der Reihe von spannenden Dokumentarfilmen, die sich in den letzten Jahren mit Essen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigt haben.

„Gentechnisch veränderte Pflanzen haben unsere Arbeit grundlegend verändert“, sagt ein US-Farmer, der von Anbau genmanipulierten Mais lebt, zu Beginn des Films. Früher habe man drei bis vier Leute für die Bewirtschaftung von 400 Hektar gebraucht, dank Pestiziden und Gentechnik brauche man heute nur noch eine Person mit Traktor und Spritzwagen. Die Frage nach den Gefahren seines Genmaises beantwortet der Bauer nonchalant: „Ich pflanze ihn, ich es esse ihn, ich liebe ihn.“ Diese Aussagen kontrastiert der Film mit den verheerenden Auswirkungen, die vielfach mit dem Anbau genmanipulierter Pflanzen und die Nutzung chemischer Herbizide wie Monsantos Roundup einhergehen: vergiftete Böden, resistente Unkräuter und gesundheitliche Konsequenzen für Mensch und Tier.

Verhaag wirft in seinem Film die Frage nach dem Überleben auf diesen Planeten auf, er begibt sich sprichwörtlich auf die Suche nach der Landwirtschaft, die mit unserem „Code of Survival“ kompatibel ist. Dabei stellt er der fatalen, industriellen Wirtschaftsweise innovative Alternativansätze aus unterschiedlichen Teilen der Welt gegenüber. Die porträtierten Projekte in Ägypten, Indien, Deutschland und den USA zeigen, dass ökologische Landwirtschaft dazu beitragen kann, Böden fruchtbar zu machen und Erosion zu verhindern. Gleichzeitig verdeutlichten die Fallbeispiele, dass es möglich ist, ohne den Einsatz von Pestiziden und Antibiotika ebenso hohe Erträge zu erzielen wie mit konventioneller Landwirtschaft.

Diese gelebten Alternativen einer Landwirtschaft, die den Boden und die natürlichen Ressourcen wertschätzt, weisen den Weg aus der scheinbar ausweglosen Situation, in der wir uns in Zeiten von sich immer mehr ausbreitenden agrarindustriellen Produktionsformen befinden. Der sehenswerte Film gibt allen Hoffnung und Mut, die denen die Zukunft unseres Planeten am Herzen liegt und die für eine zukunftsfähige Landwirtschaft eintreten.

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