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Bücher

Kritischer Agrarbericht 2016

Die diesjährige Ausgabe beschäftigt sich u.a. mit dem Thema "Wachstum".

Mit dem agrarindustriellen Wachstum der Betriebe, dem Immer-schneller-immer-mehr-Produzieren, wachsen die Probleme mit: beim Tierschutz, bei der Nährstoffversorgung der Böden, beim Einsatz von Pestiziden, beim Schutz der biologischen Vielfalt, aber auch bei der Arbeitssituation der Menschen, die auf den Betrieben leben.

Und ökonomisch? Auch Wachstumsbetrieben fällt es immer schwerer, sich auf die ständig schwankenden und in der Tendenz eher sinkenden Erzeugerpreise einzustellen. Wachstum ist auch in der Landwirtschaft längst kein Indikator mehr für Wohlstand.

Der Kritische Agrarbericht prüft die aktuellen Tendenzen und versucht in seinen Beiträgen dem blinden „Weiter so“ etwas Sinnvolleres entgegenzusetzen: eine bäuerliche Landwirtschaft, die ihrer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber gerecht wird, aber auch gegenüber den Tieren und der Natur.

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Saatgut. Wer die Saat hat, hat das Sagen

Die Grundlage unserer Ernährung, das Saatgut, ist innerhalb weniger Jahrzehnte vom öffentlichen Gut zur privatwirtschaftlichen Ware geworden. Anja Banzhaf zeigt in ihrem neuen Buch »Saatgut. Wer die Saat hat, hat das Sagen« die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung auf und stellt Menschen vor, die auf unterschiedlichste Weise versuchen, das Sagen über ihre Saat zu behalten oder wiederzuerlangen.

Wirtschaftsinteressen und Gesetze schränken weltweit das Recht der Bäuerinnen und Gärtner ein, selbst zu züchten, Saatgut zu produzieren und weiterzugeben. Für die Saatgut- und Agrarchemiekonzerne geht es um einen riesigen Markt, mit dem zugleich die Kontrolle über die Nahrungsmittelproduktion verbunden ist. Doch was bedeutet es, wenn einige wenige Konzerne – im Einvernehmen mit der Politik – im weltweiten Saatgutmarkt das Sagen haben? Wenn die bäuerliche Züchtung weiter abgewertet und erschwert wird und privatwirtschaftliche Forschungsinstitute die Züchtungsarbeit bestimmen?

Eine Frage von höchster Brisanz, denn es geht nicht um eine abstrakte Ware: Die Firmen erhalten auf diese Weise die Kontrolle; über die Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten; über die Sorten, die angebaut werden; über die Methoden, mit denen angebaut wird; über die Prozesse der Lebensmittelverarbeitung – und sie beschränken somit letztlich das Recht auf Nahrungsmittel. Dabei ist die riesige Vielfalt an Nahrungspflanzen das Resultat vieler Jahrtausende Selektions- und Züchtungsarbeit unzähliger Menschen – und diese sollte auch weiterhin öffentliches Gut bleiben. Abgesehen davon: Ihre 'verbesserten' Sorten könnte die Industrie nicht produzieren, ohne auf das Erbe der bäuerlichen Sorten zurückzugreifen.

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Die Wegwerfkuh: Wie unsere Landwirtschaft Tiere verheizt, Bauern ruiniert, Ressourcen verschwendet und was wir dagegen tun können.

Die Autorin Tanja Busse befasst sich in ihrem neuen Buch "Die Wegwerfkuh" eingehend mit dem Zustand der deutschen Landwirtschaft und stellt fest: Diese Landwirtschaft tut nur effizient, ist es aber nicht. "Die deutsche Landwirtschaft produziert immer mehr Milch, Fleisch und Eier in immer kürzerer Zeit. Die Effizienz scheint ihr bestes Argument zu sein. [...] Doch diese Hochleistungslandwirtschaft ist eine Verschwendungs- und Vernichtungslandwirtschaft . Sie erzeugt Milchkühe, die – bei einer natürlichen Lebenserwartung von zwanzig Jahren – schon nach drei Jahren im Melkstand geschlachtet werden. [...] Gleichzeitig können die meisten Bauern nicht mehr autonom handeln, weil sie abhängig und hoch verschuldet sind. In der Geflügelmast verkaufen wenige große Konzerne Küken, Futter und Medikamente an die Landwirte und nehmen ihnen nach der Mast die schlachtreifen Hühner ab. Die Preise bestimmen die Unternehmen – die Stallkosten und das Risiko für die Aufzucht tragen die Bauern, die sich trotzdem der Logik der Industrie beugen.", so schreibt der Blessing-Verlag in seiner Zusammenfassung des Buches.

Doch in ihrem Buch belässt es Tanja Busse nicht bei einer schongslosen Kritik der Misstände und Abhängigkeiten, sondern zeigt auch Wege zu einer nachhaltigen Landwirtschaft auf. 


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Die Hauptstadtgärtner. Eine Anleitung zum Urban Gardening.

„Urban Gardening“ ist ein Trend der Zeit: In den Metropolen der Welt beginnen immer mehr Menschen zu gärtnern – nicht nur auf Balkonen und Terrassen, sondern auch auf Gemeinschaftsflächen. In Berlin machen zurzeit vor allem die Allmende-Gärten auf dem Tempelhofer Feld von sich reden. Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens baut eine buntgemischte Gemeinschaft Obst und Gemüse in Kisten an und lockt damit eine wachsende Zahl von Gästen aus aller Welt nach Tempelhof. Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen, Mitbegründerin und -organisatorin der Gemeinschaftsgärten auf dem Tempelhofer Feld, erzählt in ihrem Buch aus erster Hand von den Zielen der Arbeit und der wechselvollen Entstehungsgeschichte des „Allmende-Kontors“. Nicht zuletzt widmet sie sich dabei der Frage, welcher Einsatz notwendig ist, damit der Erhalt solcher öffentlichen Güter gewährleistet werden kann. Im Mittelpunkt ihrer Publikation aber stehen praktische Tipps für das großstädtische Gärtnern.

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Der Regenwurm ist immer der Gärtner.

Er bohrt, gräbt und mischt - und hält damit im buchstäblichen Sinne die Welt zusammen. Kaum einem anderen der Tiere verdanken wir Menschen so viel - ohne den Regenwurm wäre unsere Welt ein eintöniger, grauer Ort. Denn erst reiche, lockere Erde ermöglicht das so üppig wuchernde Grün unseres Gartens und der Felder und Fluren.

Die amerikanische Bestsellerautorin und leidenschaftliche Gärtnerin Amy Stewart öffnet uns die Augen für ungeahnte Zusammenhänge. Sie lässt ihrer Entdeckerfreude freien Lauf, buddelt und experimentiert, sucht Experten auf und stattet dem weltweit einzigen Wurmmuseum einen Besuch ab.

Ihr Buch ist eine Liebeserklärung an das Leben unter unseren Füßen, eine faszinierende Reise zu den Geschöpfen im lichtlosen Dunkel, den Regenwürmern - und eine Hommage an den großen Charles Darwin, der lange bevor er seine Evolutionstheorie nur erahnen konnte, dem Gemeinen Regenwurm Lumbricus terrestris einen Großteil seines Forscherlebens widmete. Ein Stück lebendig erzählte Natur- und Kulturgeschichte, mal hinreißend humorvoll, mal voller Ehrfurcht vor den Grundlagen unseres Lebens - das perfekte Buch zum Schmökern im Garten und als Geschenk für den Gartenfreund!

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Langsamer. Kleiner. Gut. Mit natürlicher Pferdekraft aus der Fortschrittsfalle in der Landwirtschaft

Diskussionen um fossile Energie? Mangelnde Energieeffizienz? CO2-Emissionen? Bodenschadverdichtungen und Mikroorganismensterben? Hohe Kapitalkosten für Technik-Investitionen? Alles kein Thema bei Nutzung natürlicher Pferdekraft. Ob für Transportaufgaben oder bei Wald- und Feldarbeiten. Pferde stellen dem Menschen Arbeitsenergie in der Landwirtschaft zur Verfügung – naturnah und umweltfreundlich seit Jahrhunderten. Verdrängt jedoch durch motorisierte Konkurrenz, die auch das Denken in Beschlag genommen hat – trotz immenser und zum Teil irreversibler Schäden, die innerhalb weniger Jahrzehnte angerichtet wurden. Der Bauer und sein Partner Pferd sind tatsächlich ein dream team in schonender Bodenbearbeitung und umweltfreundlicher Mobilität. Erneuerbare, effiziente Bio-Energie integriert in ökologische Kreisläufe, in der auch der Regenwurm noch eine Chance hat.

„Langsamer. Kleiner. Gut.“ porträtiert mit viel Gefühl und reich bebildert Pferdebauern aus Deutschland und der Schweiz, die zeigen, dass das Modell funktioniert und den Bauern der Zukunft ein Vorbild sein kann. Sie sind eine der Triebfedern nachhaltiger Landwirtschaft und tragen somit zur Zukunftssicherung unserer Nahrungsmittel-Ressourcen bei.

Der nächste Strukturwandel ist möglich.

Weitere Informationen zum Buch auf der Webseite.

Slow Food Genussführer jetzt im Handel

Der erste Slow Food Restaurantführer zur deutschen Regionalküche ist jetzt im Handel. Der Slow Food Genussführer Deutschland 2014 weist den Weg zu 300 Wirtshäusern, Restaurants, Weinstuben und Cafés in ganz Deutschland. Mehr als 400 regelmäßige Tester – alles ehrenamtliche Slow Food Mitglieder – haben dafür Tausende von Gaststätten im ganzen Land besucht und geprüft. Zentrale Kriterien sind dabei, dass die Küche regional ist und auch die Grundprodukte größtenteils aus der Region kommen – und im Sinne der Slow Food Philosophie gut, sauber und fair sind. Wichtig ist ebenfalls, dass die Kö-che in den empfohlenen Lokalen auf Geschmacksverstärker und weitestgehend auf Conve-nience-Produkte verzichten – und nicht zuletzt müssen Geschmack, Ambiente und Service stimmen. Zu kaufen gibt es den Führer u.a. beim OEKOM Verlag und Amazon.

Der Kritische Agrarbericht 2015

Berlin, 15.1.2015 | Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche ist der Kritische Agrarbericht 2015 erschienen. Das aus 24 Verbänden bestehende Agrarbündnis gibt jährlich den Kritischen Agrarbericht heraus. Er dokumentiert die aktuelle Debatte um die Landwirtschaft in Deutschland vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Agrarpolitik. In rund 50 Beiträgen beziehen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis zu Themen wie Welthandelt und Ernährung, Ökologischer Landbau, Regionalentwicklung, Gentechnik u.v.m. Stellung.

Zur Seite der Publikation geht es hier...

Leitbild Schweiz oder Kasachstan? Entwicklung der ländlichen Räume in Sachsen

Die Schweiz und Kasachstan stehen für absolut gegensätzliche Agrarstrukturen. Während in der Schweiz auch heute klein- und mittelbäuerliche Höfe dominieren, bestehen in Kasachstan die aus sowjetischen Zeiten hervorgegangenen Großbetriebe. Die deutsche Agrarstruktur liegt ungefähr in der Mitte zwischen der Schweiz und Kasachstan. Doch dieses Durchschnittsdeutschland existiert nur in der Statistik. Denn auf dem Lande gibt es die deutsche Einheit noch nicht: Im Osten beträgt die durchschnittliche Größe landwirtschaftlicher Betriebe mehr als das Fünffache von jener im Westen; die Zahl der Beschäftigten je 100 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche liegt in Westdeutschland bei 9,60, in Ostdeutschland bei 2,86. Der studierte Landwirt und Mitbegründer der DDR-Umweltbewegung, Michael Beleites verknüpft seine schonungslose Analyse der ostdeutschen Agrarpolitik mit der Suche nach Visionen für eine zukunftsfähige Landbewirtschaftung.

Beleites Thesen 

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Wir konsumieren uns zu Tode

Den Schwaben wird Sparsamkeit nachgesagt. Das Buch „Wir konsumieren uns zu Tode“ von dem Wissenschaftler Armin Reller und der taz-Redakteurin Heike Holdinghausen erzählt jedoch ausgehend von einem Stuttgarter Ehepaar von enormen Verschwendungen. Stoffbiografien von alltäglichen Dingen wie Zucker, Kugelschreibern oder dem Holztisch zeigen, von Sparsamkeit kann keine Rede sein. Ressourcen, Energie und kostbares Land werden verschwendet, gespart wird höchstens bei den Arbeitsbedingungen einfacher Arbeiter. Angelehnt an Neil Postmans „Wir amüsieren uns zu Tode“ erläutert das Buch alle Konsequenten des Konsums und die Macht, die jeder Verbraucher hat, wenn er jeden Tag entscheidet, was er konsumiert.
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Interview mit Armin Reller...

Food Crash

In seinem Buch FOOD Crash macht der international angesehene Fachmann für Ökolandbau Felix zu Löwenstein verständlich, dass eine industrielle Landwirtschaft, die auf der Übernutzung von Ressourcen aufbaut, kein Weg zur Lösung, sondern eine Sackgasse ist. Und dass nicht die mangelnde Produktionssteigerung, sondern der verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln, die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie mangelnde Gerechtigkeit zum Zusammenbruch des globalen Ernährungssystems führen. Mehr zum Buch...

Die Essensvernichter

»Die Essensvernichter« erschien zeitgleich zum Kinostart von Valentins Film »Taste The Waste«. Das Buch ergänzt den Film um weitere Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge. Es beleuchtet historische Entwicklungen der Überproduktion, der Wegwerfgesellschaft und der Amerikanisierung der Ernährungsgewohnheiten und zeigt die Auswirkungen unseres Überflusses auf das Leben in Entwicklungsländern auf. Mehr zum Buch...

Zur Lage der Welt 2011

Das Buch stellt praktische und nachhaltige Lösungen vor, die Hunger und Armut auf der Welt verringern können – von der Tropfbewässerung über die Dachbegrünung, von der Agroforstwirtschaft bis hin zu neuen Projekten zum Schutz der Böden. Ein spezieller Beitrag zeigt, wie sich solche Bemühungen durch eine entsprechende Agrar- und Handelspolitik der EU verstärken lassen. Die deutsche Ausgabe erscheint in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Germanwatch. Mehr zum Buch...

Urban Gardening

Ob Kiezgärten, Gemeinschaftsdachgärten oder Interkulturelle Gärten: Weltweit treiben urbane Gartenprojekte bunte Blüten, von New York bis Buenos Aires, von Berlin bis Leipzig. Junge Großstädter wollen ihre Lebensmittel wieder selber anbauen statt sie im Supermarkt zu kaufen. Entstanden ist dieses erste Buch zur neuen Gartenbewegung im Arbeitsschwerpunkt Urbane Landwirtschaft der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Mehr zum Buch...

Esst anders!

Vom Ende der Skandale. Über inspirierte Bauern, innovative Handwerker und informierte Genießer. Das neue Buch von Franz-Theo Gottwald verdeutlicht, warum wir so leben, wie wir essen und warum wir jetzt anders essen müssen, damit auch künftige Generationen noch gut zu essen haben. Die Wende liegt in der Hand von Gemeinschaften aus Bauern, Verarbeitern, Vermarktern und Kunden, die Gesundheit, Genuss und Zukunftsverantwortung rund um Essen und Trinken anstreben. Zum Verlag...