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Weltmarkt

Auf dieser Seite befinden sich Empfehlungen zu Büchern, Filmen und Videos sowie Studien und Informationsmaterialien zum Thema Weltmarkt.

Bücher

Foodmonopoly-Das riskante Spiel mit billigem Essen

Niemals zuvor waren Lebensmittel in so großer Fülle und so billig verfügbar wie heute - und doch wird unsere Ernährung immer eintöniger.

Was die Landwirtschaft weltweit unter den Bedingungen der Industrie erzeugt, landet zumeist zu Spottpreisen im Discounter oder im Fast Food-Restaurant. Was zählt, sind der beste Standort und niedrige Kosten. Der Markt zwingt die Bauern, gegen die Natur zu wirtschaften und deren Belastbarkeitsgrenzen zu überschreiten.

Die Autoren sind zu den Brennpunkten der Lebensmittelproduktion gereist: Sie besuchten die Rohstoffbörse in Chicago, die Rinderzucht in Brasilien und Modelle der Selbstversorgung in Afrika. Ihr Fazit: Die Situation ist schlimm, aber nicht hoffnungslos. Trotz wachsender Weltbevölkerung, steigendem Welthunger und ungebrochener Profitgier haben sie Beispiele gefunden, wie eine alternative Landwirtschaft möglich ist - für Essen, das "bio", gesund und fair ist.

Die Studie „Ausverkauf der Landwirtschaft – Agrarkonzerne wollen mit TTIP das Ruder übernehmen“ kommt zu dem Schluss, dass das mit dem transatlantische Freihandelsabkommen TTIP Konzerne noch mehr Marktmacht erlangen würden. In der Folge müssten vor allem in Europa immer mehr Bauern und Bäuerinnen ihre Höfe aufgeben müssten. Diese Entwicklung steht zivilgesellschaftlichen Forderungen nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und sozial gerechten Produktionsverhältnissen entgegen.

Filme & Videos

Mit Essen spielt man nicht: Nahrungsmittelspekulation stoppen!

Ein kurzer Clip über Nahrungsmittelspekulation und seine Folgen von OXfam:

Milchexporte und ihre Folgen

Bauernverband und Bundesregierung haben nach dem Ende der Milchquote auf den Weltmarkt gesetzt. Nach einem Jahr ziehen viele jetzt eine katastrophale Bilanz ? Immer mehr Betriebe stehen vor dem finanziellen Ruin. Zum Bericht geht es hier.

Studien & Informationsmaterialien

"Bessere Rechssetzung"-TTIP durch die Hintertür?

Parallel zu den TTIP-Verhandlungen hat die Juncker-Kommission ein neues, weit weniger bekanntes ‚Maßnahmenpaket für bessere Rechtsetzung‘ (Better Regulation, BR) verabschiedet – vor allem unter Druck der britischen und niederländischen Regierungen.


Diese BR-Agenda wurde Anfang der 2000er Jahre zunächst mit bescheidenen Zielen aufgestellt. Damals ging es nur darum, unnötigen bürokratischen Aufwand zu verringern. Mit den Jahren hat sich die Agenda jedoch weiterentwickelt: Was als Prozess zum Abbau unnötiger Bürokratie begann, läuft jetzt darauf hinaus,  den Schutz von Bürgern und Umwelt abzubauen.
Derzeit steht TTIP im Brennpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit ist auch die Agenda für bessere Rechtsetzung erforderlich. Denn beide haben dasselbe Ziel, Schutzstandards abzubauen. Und in beiden Fällen gilt es, für Europas bessere Lösungen zu entwickeln als eine außerhalb jeglicher Kontrolle stehende BR-Agenda und ein nur ökonomischen Interessen dienendes Freihandelsabkommen TTIP.
Diese Studie analysiert die im Rahmen von TTIP verhandelten Vorschläge für „Regulatorische Kooperation“, die von der EU-Kommission unilateral verfolgten Pläne für „Bessere Rechtsetzung“, und vergleicht sie mit den ähnlich gelagerten Maßnahmen in den USA. Sie legt dar, welche Auswirkungen dies für den politischen Spielraum der EU und ihrer Mitgliedsstaaten hätte, im öffentlichen Interesse für Umweltschutz und Entwicklungspolitik zu regulieren.

Zum Download der Studie geht es hier.

Zum Download der deutschen Zusammenfassung geht es hier.

Die Hungermacher - Wie Deutsche Bank, Goldmann Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Lebensmitteln spekulieren

Foodwatch zeigt in einem neuen, von Harald Schumann verfassten Report auf, dass die Finanzindustrie durch Spekulation mit Nahrungsmitteln erhebliche Mitschuld an steigenden Preisen und damit am Hunger in der Welt trägt.

Rohstoffmärkte, an denen auch Grundnahrungsmittel wie Mais oder Weizen gehandelt werden, sind seit mehreren Jahren ein bevorzugtes Ziel von Kapitalanlegern. Durch den meist rein spekulativen, virtuellen Handel steigt scheinbar die Nachfrage und treibt damit künstlich die Preise in die Höhe. Dies hat vor allem für Menschen in Entwicklungsländern, die bis zu 80 % ihres Einkommens für Grundnahrungsmittel ausgeben, verheerende Folgen. Zum Download der Studie...

Rundbrief III/2013 Globalisierung und Freihandel – Pokerspiel mit ungewissem Ausgang

Was tun, wenn internationale Verhandlungen sich so festgefressen haben, dass kaum noch etwas vorangeht? Eine Frage, die sich viele stellen, aber kaum jemand hat sie bisher befriedigend beantworten können.

Die Welthandelsorganisation WTO gehört zu denjenigen Organisationen, in denen kaum noch etwas vorangeht, weil sich die unterschiedlichen Interessenlagen gegenseitig seit mehr als zehn Jahren blockieren.

Dennoch geht die Liberalisierung des Welthandels und die Deregulierung der Wirtschaft weltweit kaum gebremst voran. Offenbar geht das auch ohne WTO. Die Protagonisten dieser Politik sind recht einfallsreich, wenn es darum geht, ihre Politik international durchzusetzen. Bilaterale Freihandelsabkommen, Investitionsschutzabkommen, Freihandelszonen – alle mit dem Ziel, die Globalisierung der Weltwirtschaft weiter voranzutreiben. Etwas umständlicher und unübersichtlicher als mit der WTO, aber aus ihrer Sicht immer noch besser als nichts.

Erstaunlich ist aber, dass die öffentliche Diskussion darüber kaum stattfindet, ganz im Gegensatz zur WTO vor 15 Jahren. Dabei ist die Wirkung praktisch dieselbe. Seit der Finanzkrise 2008 gilt es zwar als gesellschaftlicher Mainstream, dass jetzt wieder mehr reguliert werden müsse, real passiert aber das Gegenteil. Einen neuen enormen Deregulierungsschub würde das geplante transatlantische Freihandels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und der USA bringen, das sogenannte TTIP.

Aus Sicht von Umwelt und Entwicklung birgt die einseitige Priorisierung von Freihandel und Investitionsschutz erhebliche Risiken und Nebenwirkungen. Wenn die vielzitierte »Transformation« zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem, das planetarische Grenzen respektiert und gerechte Zugangsmöglichkeiten zu den Ressourcen für alle gewährleistet, gelingen soll – dann muss leider etwas mehr getan werden als einer deregulierten Wirtschaft zuzusehen, wie sie business as usual betreibt. Das vorliegende Heft beleuchtet daher aktuelle Entwicklungen in der Handelspolitik in der Hoffnung, dass die gesellschaftliche Diskussion darüber wieder intensiviert wird und die Anliegen von Umwelt- und Entwicklungspolitik stärker Gehör finden.

Jürgen Maier

Zum Download des Rundbriefs geht es hier.

Billiges Milchpulver für die Welt

Agrarpolitik und Milchwirtschaft in Deutschland und der Europäischen Union setzen auf Exporte für den Weltmarkt, um weiteres Wachstum im Milchsektor zu ermöglichen.

Standardisierte Massenprodukte wie Milchpulver und Molkepulver machen allerdings über 60 Prozent der Exporte aus. Hier findet der Wettbewerb vor allem über den Preis statt. Deshalb lassen sich Erzeugerpreise, die eine bäuerliche Milchwirtschaft mit Ihren Vorteilen für ländliche Entwicklung, biologische Vielfalt und Tourismus erfordert, mit dieser Strategie nur in Ausnahmefällen erzielen. Exporte, die auf Verbrauchergruppen mit niedrigen Einkommen abzielen, wie mit Pflanzenfett angereichertes Milchpulver, stellen eine direkte Konkurrenz für kleinbäuerliche ErzeugerInnen in Afrika dar, denen der Zugang zu ihren regionalen Märkten erschwert wird.

Die Studie kommt zum Fazit, dass von der aktuellen Exportstrategie bäuerliche Betriebe und ländliche Räume in der EU ebenso negativ betroffen sind, wie viele MilchbäuerInnen in Entwicklungsländern. Ein grundlegender Strategiewandel ist daher notwendig.

Hier geht's zum Download des Hintergrundberichts.

Konzernmacht grenzenlos-Die G7 und die weltweite Ernährung

Ob in der Lebensmittelwirtschaft, auf dem internationalen Saatgutmarkt, in der Handelspolitik oder über Investitionen in Agrarfonds – die G7-Regierungen betreiben eine kohärente Politik für eine vom Agrobusiness dominierte Landwirtschaft und Ernährung.

In der Broschüre „Konzernmacht grenzenlos: Die G7 und die weltweite Ernährung” werden erstmals in dieser Form aktuelle Informationen zusammengestellt, die die Machtkonzentrationen im gesamten Agrarsektor veranschaulichen. Besonders Kleinbauern und -bäuerinnen im globalen Süden bleiben dabei auf der Strecke, denn die Forcierung einer industrialisierten Land- und Ernährungswirtschaft bedroht ihre Existenzgrundlagen und treibt sie in den Hunger. Dabei ist es zu einem überwiegenden Teil die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die uns weltweit mit gesunden Nahrungsmitteln versorgt. Die Beiträge in der Broschüre zeigen anhand vieler Beispiele, wie die G7-Staaten sich über öffentlich-private Partnerschaften, Wirtschaftsabkommen oder Initiativen wie die Neue Allianz für Ernährungssicherheit Macht und Ressourcen sichern und damit die Spielregeln des globalen Ernährungssystems bestimmen.

Hier geht's zum Download der Broschüre.