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Landnahme

Auf dieser Seite befinden sich Empfehlungen zu Büchern, Filmen und Videos sowie Studien und anderen Informationsmaterialien zum Thema Landnahme.

Bücher

Grüner Kolonialismus in Honduras: Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes und die Verteidigung der Commons

Heuwieser analysiert zwei Klimaprojekte in Honduras, die sich als Emissionsreduzierungs- und Waldschutzprojekte (REDD+) tarnen, allerdings durch die Autorin als "Green Grabbing" entlarvt werden.

"Green Grabbing" bedeutet, dass Land im Namen der Ökologie und des Naturschutzes geraubt wird. Heuwieser kritisiert diese Art von Finanzialisierung der Natur und verdeutlicht die Widersprüche und Gefahren, wenn sie als Klimastrategie eingesetzt wird. Für LeserInnen, die sich für Themen wie die Kritik an Green Economy als Wirtschaftsweise interessieren, ist dieses Buch interessant. Auch die Auswirkungen des „Green Grabbing“ auf Menschen in Honduras, vor allem Indigene, werden aufgezeigt.

 

Das Buch ist erhältlich bei Amazon.

Filme & Videos

Landgrabbing: Eine animierte Einführung ins Thema Landraub

Studien & Informationsmaterialien

BODENATLAS (2015) - Daten und Fakten über Acker, Land und Erde

Warum wird Land immer teurer? Wieviel Boden geht jedes Jahr verloren? Wie viele Quadratkilometer Acker- und Weideflächen „importieren“ wir für unsere Ernährung? Wem gehört das Land?

Zum internationalen Jahr des Bodens präsentiert der Bodenatlas Daten und Fakten über die Bedeutung und den Zustand von Land, Böden und Ackerflächen in Deutschland, Europa und weltweit. In bewährter Tradition bietet der Bodenatlas in zahlreichen Grafiken und Textbeiträgen einen aktuellen Einblick in den Zustand und die Gefährdung der Böden, von denen wir leben.

Hier geht es zum Download.

Landjäger - Europas Äcker im Ausverkauf

Die Landwirtschaft verliert ihre Bäuerinnen und Bauern. Das zeigt nicht nur diese Studie der Europäischen Grünen, welche 2016 erschienen ist.

Das Modell der bäuerlichen europäischen Landwirtschaft steht infrage. Es gibt einen schleichenden Prozess der Landkonzentration, der die bäuerliche Landwirtschaft und damit die Zukunft einer vielfältigen und nachhaltigen Bewirtschaftung unseres Landes untergräbt. Bäuerinnen und Bauern verlieren zunehmend den Boden auf dem sie wirtschaften unter ihren Füßen. Moderne Landjäger, oft Kapitalgesellschaften, kaufen Land, um auf zukünftige Teuerung der Lebensmittel und Rohstoffe zu wetten. Bedrohlich ist bei diesem Prozess, dass er in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird und es auch kaum verlässliche Daten über diese Veränderungen gibt.

Landjäger stellt aktuelle Entwicklungen der neuen Jagd auf Land in Europa beispielhaft an einigen Ländern dar und trägt mögliche Handlungsansätze zusammen.

Hier geht's zum Download der Studie.

Forum Umwelt und Entwicklung: Rundbrief 1/2016

Der Rundbrief 1/2016 des Forum Umwelt und Entwicklung hat sich das Thema Landgrabbing zum Schwerpunkt gemacht.

Zum Download geht es hier.

 

 

GREEN GRABBING UND BIOÖKONOMIE IN LATEINAMERIKA. Land, Wald und Wasser im Visier von Klimaschutz und Profit

Mit ihrem Dossier von 2015 wollen die Lateinamerika Nachrichten und das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika (FDCL) gemeinsam durchleuchten, was Bioökonomie ausmacht und was Green Grabbing eigentlich bedeutet.

Die sogenannte Green Economy gibt dem Kapitalismus neuen Wind. Die bisher auf fossilen Energieträgern aufbauende Ökonomie wird nun immer mehr von bio-basierter Energie grün angeheizt. Vermeintlich grünes Wachstum, aufbauend auf der sogenannten Bioökonomie, ist die neue Versprechung, um unseren Lebensstil im Globalen Norden nicht der Realität anzupassen. Biomasse für Energiegewinnung muss jedoch zunächst auf Land wachsen – Konflikte um Land sind programmiert. Green Grabbing ist das Stichwort, das bei Landnahmen im Namen der Ökologie und des Klimaschutzes fällt.

Wer profitiert also von der Bioökonomie und wer wehrt sich gegen die Landnahmen durch Palmölplantagen, Eukalyptusmonokulturen und REDD+ Projekte? Die Autor*innen fragen kritisch: Welche Alternativen wollen wir und wie wollen wir handeln?

Hier geht es zum Download des Dossiers.

Landkonzentration, Landgrabbing und der Widerstand in Europa

Die 2014 veröffentlichte Broschüre ist eine Zusammenarbeit verschiedener europäischer Mitglieder des Bündnisses "Hands  Off  The  Land  Alliance" und setzt einen Schwerpunkt auf Landraub in Europa, in der deutschen Übersetzung insbesondere auf Deutschland und Österreich.

Damit  trägt die Publikation dazu bei, eine Lücke in derzeitiger Forschungsliteratur zum Thema  Landraub zu schließen: Landraub wird oftmals ausschließlich mit dem Globalen Süden assoziiert, findet allerdings auch in einem beträchtlichen Maße in Europa statt. Sozio-ökonomische, kulturelle und politische Probleme werden auch hier von Landgrabbing  verursacht. FIAN und Co. tragen mit der Publikation u. a. dazu bei, die massive Landkonzentration und deren Ausmaß sowie das immer häufiger auftretende Problem des Green Grabbings zu beleuchten.

Zum Download der Studie geht es hier.

Grüner Kolonialismus in Honduras. Land Grabbing im Namen des Klimaschutzes und die Verteidigung der Commons.

Das Südwind-Institut beschäftigt sich u.a. mit Entwicklungsarbeit und zeigt in dieser Publikation (2013 erschienen), dass Landraub vor allem im Globalen Süden häufiger wird und deshalb ein relevantes entwicklungspolitisches Thema ist.

Dabei spielen Investitionen in Land, z. B. von deutschen SparerInnen, eine beträchtliche Rolle, da sie auf direkte oder indirekte Weise zu Landgrabbing in anderen Ländern führen. Die Studie analysiert einerseits Agrar-Investmentangebote und zeigt Ursachen und Auswirkungen des Landerwerbs auf, andererseits stellen die AutorInnen auch Alternativmodelle vor, damit Investitionen in Landwirtschaft zukünftig nachhaltiger werden.

Zum Download der Studie geht es hier.

"Ökologie & Landbau" mit Schwerpunkt: Kampf um Land

In der Ausgabe 2/2013 des Hefts „Ökologie & Landbau“ ist der Schwerpunkt auf den Kampf um Land gesetzt.

In verschiedenen Artikeln wird darin über die Landnahme überall in der Welt sowie in Deutschland berichtet. Auch Benedikt Haerlin von Save Our Seeds verfasste einen Artikel in dem er die massiven Folgen des globalen Landraubs darstellt.

Lesen Sie mehr in der Zeitschrift, hier zu bestellen oder in einer der Online-Leseproben.

Beteiligen! - LandwirtInnen und BürgerInnen als Verbündete

In der Broschüre „Beteiligen – Landwirte und Bürger als Partner“ (2012) trägt der biodynamische und ökologische Anbauverband Demeter in Kooperation mit Slow Food, praxiserprobte Modelle seiner Mitglieder und Partner zur Agrarökonomie und zum Landeigentum zusammen.

Besonders das Thema „Boden“ wird dabei behandelt. Denn durch die überhohe Förderung der Energiegewinnung und den Einstieg landwirtschaftsfremder Investoren in den Bodenkauf ist Landgrabbing nicht nur ein Thema für Afrika und andere ferne Staaten, sondern auch hier. Diese Probleme können nur im Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft angegangen werden, wie die erfolgreichen Beispiele in der Broschüre zeigen. 

Landhunger und satte Gewinne

Mit dem Dossier "Landhunger und satte Gewinne" (2011) wollen die Lateinamerika Nachrichten und das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) Einblicke in Ausmaß, Entwicklung und Triebkräfte des Land Grabbing in Lateinamerika vermitteln sowie Alternativen zum derzeit vorherrschenden Agrarmodell vorstellen.

Eine Mischung unterschiedlicher Artikel – von einem historischen Überblick zur Landfrage in Lateinamerika bis hin aktuellen Triebkräften des Land Grabbing wie Sojaanbau in Paraguay – ermöglicht den Leser_innen einen Einblick in die Konflikte um Land in Lateinamerika.

Dossier als PDF herunterladen

Landnahme im Treibhaus. Land und Wald auf den Kohlenstoffmärkten

Der Klimawandel bedroht fruchtbare Böden und tropische Wälder. Zugleich geraten Land und Wald zunehmend ins Visier des Klimaschutzes; sie werden zu Waren auf den sich dynamisch entwickelnden Kohlenstoffmärkten. Was bedeutet das für den erforderlichen Schutz von Böden und Wäldern und für alle jene Menschen, die von ihrer Nutzung abhängen?

Dieses Hintergrundpapier (2009) geht den diversen Aktivitäten zur Expansion der Kohlenstoffmärkte in Landwirtschaft und Tropenwälder nach. Es beschreibt die verschiedenen Segmente und Mechanismen dieser Märkte und zeigt, inwieweit Land- und Forstwirtschaft dort bereits zu Waren wurden. Ferner analysiert es die Pläne von Regierungen, Konzernen und internationalen Organisationen, um das Spektrum dieser Märkte zu erweitern. Mit diesem Dossier macht das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika (FDCL) deutlich: Der Trend zum "Freikauf" aus dem Emissionshandel mit Kompensationsprojekten in Entwicklungsländern könnte nicht nur eine erfolgreiche Energiewende im Norden unterwandern - sondern auch die Flächenkonkurrenz und Landkonflikte im Süden verschärfen.

Jetzt das Dossier beim FDCL herunterladen.