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Konsum

Auf dieser Seite befinden sich Empfehlungen zu Büchern, Filmen und Videos, Studien und anderen Informationsmaterialien rund um das Thema Konsum.

Bücher

Foodmonopoly-Das riskante Spiel mit billigem Essen

Niemals zuvor waren Lebensmittel in so großer Fülle und so billig verfügbar wie heute - und doch wird unsere Ernährung immer eintöniger.

Was die Landwirtschaft weltweit unter den Bedingungen der Industrie erzeugt, landet zumeist zu Spottpreisen im Discounter oder im Fast Food-Restaurant. Was zählt, sind der beste Standort und niedrige Kosten. Der Markt zwingt die Bauern, gegen die Natur zu wirtschaften und deren Belastbarkeitsgrenzen zu überschreiten.

Die Autoren sind zu den Brennpunkten der Lebensmittelproduktion gereist: Sie besuchten die Rohstoffbörse in Chicago, die Rinderzucht in Brasilien und Modelle der Selbstversorgung in Afrika. Ihr Fazit: Die Situation ist schlimm, aber nicht hoffnungslos. Trotz wachsender Weltbevölkerung, steigendem Welthunger und ungebrochener Profitgier haben sie Beispiele gefunden, wie eine alternative Landwirtschaft möglich ist - für Essen, das "bio", gesund und fair ist.

Erhältlich beim oekom-Verlag und bei Amazon.

Slow Food- Genussführer 2015

Es war die erste Ausgabe - und schon ein grandioser Erfolg: Über 25.000 Anhänger regionaler, traditioneller Küche wollten bei der deutschen Antwort auf den Osteria d'Italia dabei sein; für den renommierten Gastrokritiker der FAZ, Jürgen Dollase, war der Wegweiser für Genießer "wichtigstes Thema der Saison".

Während sich Gault Millau und Michelin der elitären Spitzengastronomie widmen, setzt der Slow Food Genussführer andere Akzente: Statt mit Sternen oder Rankings glänzt der Neue mit liebevoll-individuellen Beschreibungen. Neben feinen Restaurants haben auch Landgasthöfe und Weinstuben Eingang gefunden, denn "das Herz der kulinarischen Identität Deutschlands liegt (...) in den regionaltypischen Gasthäusern" (Carlo Petrini). Die Kriterien sind einfach anders: Regional geht vor international, handwerklich vor extravagant, bezahlbar vor hochpreisig. Das Essen ist lokal, gesund, fair - und häufig auch bio.

Mit der zweiten Ausgabe will Slow Food diesen Weg weiterverfolgen und noch erweitern: Neben der Aufnahme über 120 neuer Lokale wird es noch mehr Hinweise und Tipps zum kulinarischen Genuss geben, von der Kleinbrauerei bis zur Fischerkate um die Ecke. Die Schnecke hält unbeirrt Kurs - mit inzwischen über 400 Restaurants in ganz Deutschland.

Erhältlich ist der Genussführer beim oekom-Verlag und bei Amazon.

Slow Food Genussführer jetzt im Handel

Der erste Slow Food Restaurantführer zur deutschen Regionalküche ist jetzt im Handel.

Der Slow Food Genussführer Deutschland 2014 weist den Weg zu 300 Wirtshäusern, Restaurants, Weinstuben und Cafés in ganz Deutschland. Mehr als 400 regelmäßige Tester – alles ehrenamtliche Slow Food Mitglieder – haben dafür Tausende von Gaststätten im ganzen Land besucht und geprüft. Zentrale Kriterien sind dabei, dass die Küche regional ist und auch die Grundprodukte größtenteils aus der Region kommen – und im Sinne der Slow Food Philosophie gut, sauber und fair sind. Wichtig ist ebenfalls, dass die Kö-che in den empfohlenen Lokalen auf Geschmacksverstärker und weitestgehend auf Conve-nience-Produkte verzichten – und nicht zuletzt müssen Geschmack, Ambiente und Service stimmen. Zu kaufen gibt es den Führer u.a. beim OEKOM Verlag und Amazon.

Wir konsumieren uns zu Tode

Den Schwaben wird Sparsamkeit nachgesagt. Das Buch „Wir konsumieren uns zu Tode“ von dem Wissenschaftler Armin Reller und der taz-Redakteurin Heike Holdinghausen erzählt jedoch ausgehend von einem Stuttgarter Ehepaar von enormen Verschwendungen.

Stoffbiografien von alltäglichen Dingen wie Zucker, Kugelschreibern oder dem Holztisch zeigen, von Sparsamkeit kann keine Rede sein. Ressourcen, Energie und kostbares Land werden verschwendet, gespart wird höchstens bei den Arbeitsbedingungen einfacher Arbeiter. Angelehnt an Neil Postmans „Wir amüsieren uns zu Tode“ erläutert das Buch alle Konsequenten des Konsums und die Macht, die jeder Verbraucher hat, wenn er jeden Tag entscheidet, was er konsumiert.
Mehr Infos...
Interview mit Armin Reller...

Food Crash

In seinem Buch FOOD Crash macht der international angesehene Fachmann für Ökolandbau Felix zu Löwenstein verständlich, dass eine industrielle Landwirtschaft, die auf der Übernutzung von Ressourcen aufbaut, kein Weg zur Lösung, sondern eine Sackgasse ist.

Und dass nicht die mangelnde Produktionssteigerung, sondern der verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln, die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie mangelnde Gerechtigkeit zum Zusammenbruch des globalen Ernährungssystems führen. Mehr zum Buch...

Die Essensvernichter

»Die Essensvernichter« erschien zeitgleich zum Kinostart von Valentins Film »Taste The Waste«.

Das Buch ergänzt den Film um weitere Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge. Es beleuchtet historische Entwicklungen der Überproduktion, der Wegwerfgesellschaft und der Amerikanisierung der Ernährungsgewohnheiten und zeigt die Auswirkungen unseres Überflusses auf das Leben in Entwicklungsländern auf. Mehr zum Buch...

Filme&Videos

Lebensmittelverschwendung: Taste the Waste

Jeden Tag werden pro Kopf anderthalb Pfund Essen auf dem Weg vom Acker zum Verbraucher weggeworfen.

Der Dokumentarfilm "Taste the Waste", der im Herbst 2011 in die Kinos kam, zeichnet die Stationen nach und zeigt Möglichkeiten, unnötigen Abfall zu vermeiden. Nun gibt es auch eine kurze Web-Version zu dem Film, die auf dem Internationalen Dokumentarfilm Festival in Amsterdam gezeigt wurde. Die Kampagne zum Film finden Sie unter www.tastethewaste.com

 

"Öko+Fair"-Kampagne und Kurzfilm

Deutsche zählen zu den größten Schnäppchenjägern Europas, insbesondere bei Lebensmitteln ist der Preis das wichtigste Kaufkriterium.

Durch nichtssagende und schöngefärbte Produktbeschreibungen wie „kontrollierter Anbau“, „traditioneller Rezeptur“ und grünen Verpackungen täuscht die Lebensmittelindustrie die Verbraucher und lenkt von der Ausbeutung von Menschen und dem Raubbau an der Natur ab. Bei einer Guerilla Aktion auf einem Wochenmarkt einer deutschen Großstadt, geben sich zwei junge Männer als Mitarbeiter des fiktiven Unternehmen „Agraprofit“ aus. Das Unternehmen hat ein innovatives Verkaufskonzept: Billigprodukte und volle Transparenz der Produktionskette. Mit Bildern von Kinderarbeit, übermäßigem Pestizideinsatz und Hühnern in Käfighaltung zeigen die „Unternehmer“ unter welchen Bedingungen ihre Lebensmittel billig hergestellt werden. Der Kurzfilm zur Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ zeigt wie aufgewühlt, beunruhigt aber auch unbeeindruckt die Konsumenten reagieren, wenn sie mit den Folgen andernorts konfrontiert werden.

AGRAPROFIT - Der Film

WASTE - Why Poverty?

WASTE ist die Kurzversion des Films "Taste the Waste" über Lebensmittelverschwendung

Studien & Informationsmaterialien

Iss was?! Tiere, Fleisch & Ich

Essen kann gut schmecken oder auch nicht. Essen kann gesund sein oder auch nicht. Es gibt also gute Gründe, nach der Zusammensetzung und der Herkunft von Lebensmitteln zu fragen.

Das gilt ganz besonders für Fleisch. Immer mehr Menschen – auch Kinder und Jugendliche – wollen wissen, wie die Tiere auf ihrem Speiseplan gelebt haben, wie sie geschlachtet und gefüttert wurden. Aber das ist gar nicht so einfach herauszufinden, denn auf der Verpackung im Supermarkt steht so etwas nicht.

Dieses Buch will Abhilfe schaffen und die wichtigsten Informationen zum Thema „Fleisch“ für alle verständlich und anschaulich präsentieren. Es zeigt, dass persönliche Entscheidungen oft eine große Tragweite haben – und dass ein Stück Fleisch auf dem Teller manchmal eine große Bedeutung hat für andere Regionen auf der Welt.

Zum Download geht es hier.

Verlorene Ernte. Lebensmittelverluste und Ernährungsunsicherheit

Weltweit gehen zwischen 30 und 50 Prozent der Nahrungsmittel auf dem Weg vom Acker zum Teller verloren. Die Broschüre „Verlorene Ernte“ des Forschungs- und Dokumentationszentrums Chile-Lateinamerika (FDCL) wirft einen differenzierten Blick auf die unterschiedlichen Formen von Verschwendung, Vernichtung und Verlusten in den lokalen und globalen Wertschöpfungsketten von Nahrungsmitteln.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Lebensmittelverlusten in den Ländern des Südens, da diese unmittelbare Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und das Einkommen bäuerlicher Betriebe haben. Daneben werden verschiedene Lösungsvorschläge zur Eindämmung der Nahrungsmittelverluste präsentiert und deren Beitrag für eine ausreichende, gesicherte und gesunde Ernährung diskutiert.

Empfehlungspapier hier herunterladen.

Mein Auto, mein Kleid, mein Hähnchen

Die Studie mit dem Titel „Mein Auto, mein Kleid, mein Hähnchen – Wer zahlt den Preis für unseren grenzenlosen Konsum“ analysiert Fallbeispiele aus mehr als zwanzig Ländern und nennt bekannte Firmennamen wie Aldi, Hugo Boss oder VW.

Sie zeigt, dass es viele Konsumgüter mittlerweile zum Niedrigpreis gibt: das Hähnchen im Sonderangebot für zwei Euro, die Hose für zehn. Die Kosten zahlen vor allem die Menschen, die fernab der westlichen Metropolen leben: Näherinnen, die bis zu 16 Stunden täglich in den Textilfabriken von Bangladesch arbeiten oder Kleinbauern in Paraguay, die von ihren Feldern vertrieben werden, weil dort Soja für deutsche Hähnchenmastbetriebe angebaut wird.

Hier geht es zum Download der Studie.

Hier geht es zu einer interaktiven Weltkarte zur Studie.

Dokumentation der Tagung "Fleisch in Massen - Fleisch in Maßen"

Wie geht es weiter mit der Fleischerzeugung: In Massen und für den Weltmarkt oder in Maßen für einen nachhaltigen, zukunftsfähigen Konsum? Unter dieser Fragestellung stand die Tagung „Fleisch in Massen–Fleisch in Maßen“, zu der ein breites Bündnis von Organisationen im Rahmen der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ am 7. und 8. November 2011 nach Berlin eingeladen hatte.

Knapp 200 Besucher traten in einen Dialog über die Zukunft unserer Tierhaltung und des Fleischkonsums. Die aktuelle Reform der EU-Agrarpolitik bot hierfür den Anlass. Angesichts der Herausforderungen und Probleme, die unsere aktuelle Fleischerzeugung in Massen und der weltweit steigende Fleischkonsum bergen, ist dieser Dialog dringend notwendig. Diese Dokumentation der Tagung fasst ihre Ergebnisse, Diskussionen und Erkenntnisse zusammen.

Zur Dokumentation als Webversion (730 KB)...

Eine hochaufgelöste Druckversion wird gerne auf Nachfrage zur Verfügung gestellt.