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Agrarpolitik

Auf dieser Seite finden sich Empfehlungen zu Büchern, Filmen und Videos sowie Studien und anderen Informationsmaterialien rund um das Thema Agrarpolitik.

Bücher

Der Kritische Agrarbericht 2017

Der diesjährige Agrarbericht hat das Schwerpunktthema "Wasser".
Weltweit verbraucht die Landwirtschaft 70 Prozent des verfügbaren Süßwassers. Hiervon fließt ein Drittel allein in die Nutztierhaltung. Durch die intensive Landwirtschaft gelangen jährlich große Mengen Nitrat ins Grundwasser was dazu führt, dass viele oberfläschennahen Brunnen in Deutschland kein verwendbares Trinkwasser mehr liefern. Dennoch verfügen wir hierzulande über ausreichend Wasser für die Landwirtschaft. In den Ländern des globalen Südens, wo viele unserer Futter- und Lebensmittel herkommen, stellt sich die Situation hingegegen allein schon aus klimatischen Gründen anders dar.

Der aktuelle Agrarbericht versucht die globalen wie auch regionalen Facetten des Themas zu beleuchten.

Neben dem Schwerpunkt wurden Themen, wie die zunehmend prekäre Situation der Milchbauern, oder der anhaltende Streit um die Wiederzulassung von Glyphosat aufgegriffen. 

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Der Kritische Agrarbericht 2016

Die diesjährige Ausgabe beschäftigt sich u.a. mit dem Thema "Wachstum". Mit dem agrarindustriellen Wachstum der Betriebe, dem Immer-schneller-immer-mehr-Produzieren, wachsen die Probleme mit: beim Tierschutz, bei der Nährstoffversorgung der Böden, beim Einsatz von Pestiziden, beim Schutz der biologischen Vielfalt, aber auch bei der Arbeitssituation der Menschen, die auf den Betrieben leben.

Und ökonomisch? Auch Wachstumsbetrieben fällt es immer schwerer, sich auf die ständig schwankenden und in der Tendenz eher sinkenden Erzeugerpreise einzustellen. Wachstum ist auch in der Landwirtschaft längst kein Indikator mehr für Wohlstand.

Der Kritische Agrarbericht prüft die aktuellen Tendenzen und versucht in seinen Beiträgen dem blinden „Weiter so“ etwas Sinnvolleres entgegenzusetzen: eine bäuerliche Landwirtschaft, die ihrer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber gerecht wird, aber auch gegenüber den Tieren und der Natur.

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Der Kritische Agrarbericht 2015

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche ist der Kritische Agrarbericht 2015 erschienen.
Das aus 24 Verbänden bestehende Agrarbündnis gibt jährlich den Kritischen Agrarbericht heraus. Er dokumentiert die aktuelle Debatte um die Landwirtschaft in Deutschland vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Agrarpolitik. In rund 50 Beiträgen beziehen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis zu Themen wie Welthandelt und Ernährung, Ökologischer Landbau, Regionalentwicklung, Gentechnik u.v.m. Stellung.

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Filme & Videos

Panorama: EU-Geschenke für Großbauern

Ein Drittel aller Zahlungen aus dem EU-Haushalt fließt an Landwirte. Je mehr Land ein Betrieb hat, desto mehr Geld bekommt er. Immer wieder kritisieren Experten dieses System: Je mehr Land, desto mehr Geld.

Rund 300 Euro pro Hektar bekommt ein deutscher Bauer im Schnitt. Großbetriebe kassieren so im Jahr mehrere Hunderttausend Euro. Panorama sprach mit Ilse Aigner, Dacian Ciolos, Bauernpräsident Joachim Ruckwied und seinem Generalsekretär Helmut Born, aber auch mit dem kritischen Grossbauern  Hans-Georg von der Marwitz (CDU).
Sehen Sie hier den Beitrag in Panorama vom 25. April 2013

Milchexporte und ihre Folgen

Bauernverband und Bundesregierung haben nach dem Ende der Milchquote auf den Weltmarkt gesetzt. Nach einem Jahr ziehen viele jetzt eine katastrophale Bilanz ? Immer mehr Betriebe stehen vor dem finanziellen Ruin. Zum Bericht geht es hier.

Europäische Milchflut bedroht afrikanische Bauern

Weil in der EU Milch so billig ist, exportieren die Landwirte ihre Überproduktion nach Afrika. Mit fatalen Folgen für die heimischen Molkereien, zum Beispiel in Burkina Faso. Zum Bericht geht es hier.

Ernährungssouveränität und GAP

Kurzer Clip, der den Zusammehang zwischen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und Ernährungssouveränität zeigt.

Interview zum Weltagrarbericht

Benedikt Haerlin erläutert die Kernaussagen des Weltagrarberichtes

Studien & Informationsmaterialien

Billiges Milchpulver für die Welt

Agrarpolitik und Milchwirtschaft in Deutschland und der Europäischen Union setzen auf Exporte für den Weltmarkt, um weiteres Wachstum im Milchsektor zu ermöglichen.

Standardisierte Massenprodukte wie Milchpulver und Molkepulver machen allerdings über 60 Prozent der Exporte aus. Hier findet der Wettbewerb vor allem über den Preis statt. Deshalb lassen sich Erzeugerpreise, die eine bäuerliche Milchwirtschaft mit Ihren Vorteilen für ländliche Entwicklung, biologische Vielfalt und Tourismus erfordert, mit dieser Strategie nur in Ausnahmefällen erzielen. Exporte, die auf Verbrauchergruppen mit niedrigen Einkommen abzielen, wie mit Pflanzenfett angereichertes Milchpulver, stellen eine direkte Konkurrenz für kleinbäuerliche ErzeugerInnen in Afrika dar, denen der Zugang zu ihren regionalen Märkten erschwert wird.

Die Studie kommt zum Fazit, dass von der aktuellen Exportstrategie bäuerliche Betriebe und ländliche Räume in der EU ebenso negativ betroffen sind, wie viele MilchbäuerInnen in Entwicklungsländern. Ein grundlegender Strategiewandel ist daher notwendig.

Hier geht's zum Download des Hintergrundberichts.

Mensch. Macht. Milch. - Ein Sachcomic

Die Landwirtschaft in Deutschland steht vor einem Wandel: Sie wird zunehmend auf Export getrimmt. Dies ist das Ergebnis der Rahmenbedingungen, die von der deutschen und EU-Politik gesetzt werden - maßgeblich auf Druck der exportorientierten Agrarindustrie.

Bäuerliche Milchhöfe müssen wachsenden Betrieben weichen. Ökologie und Tierschutz stehen auf dem Spiel. Und in armen Ländern dieser Welt verzerren billige Lebensmittel aus Europa und Deutschland die dortigen Märkte. Der Sachcomic „Mensch Macht Milch“ gibt einen Einblick in die politische, gesellschaftliche, bäuerliche und privatwirtschaftliche Auseinandersetzung um diese Entwicklungen. Und er macht Vorschläge, wie eine zukunftsfähige Milchwirtschaft aussehen könnte.

Hier geht's zum Comic.

Investitionen in die Landwirtschaft

Das Recht auf Nahrung Wirklichkeit werden lassen.

Die meiste Nahrung wird weltweit von 500 Millionen Kleinbauern und –bäuerinnen produziert. In Asien und Afrika stellen sie 80% der verbrauchten Nahrungsmittel her. Trotzdem sind es die Menschen auf dem Land, die am häufigsten von Hunger und Armut bedroht sind.

Woran liegt es, dass trotz einer weltweit mehr als ausreichenden Agrarproduktion noch immer fast eine Milliarde Menschen hungern?

Das gegenwärtige Projekt der Agrar Koordination geht den Fragen nach:

Wer investiert in Landwirtschaft, mit welchen Interessen und wie? Wie sollten sinnvolle Investitionen in die Landwirtschaft gestaltet sein, die das Recht auf Nahrung umsetzen? Wer profitiert von Public Privat Partnerships (PPPs) und wer trägt die Risiken? Wer legt die Rahmenbedingungen fest und gestaltet die Ziele?

Mehr Informationen zum Projekt, Download und Bestellung der Broschüre hier

Studie zur Klimawirkung landwirtschaftlicher Exporte

„Schweine im Weltmarkt... und andere Rindviecher.“
heißt eine aktuelle Studie zu den Klimawirkungen der exportorientierten Landwirtschaft in Deutschland, die vom Forum Umwelt und Entwicklung und Germanwatch herausgegeben wurde.

Demnach gehen 14 Prozent der Treibhausgasemissionen der deutschen Landwirtschaft auf das Konto der Erzeugung hauptsächlich tierischer Produkte für den Export.
Die deutsche Agrarpolitik verfolgt seit einigen Jahren ausdrücklich das Ziel, den Export landwirtschaftlicher Produkte zu steigern. Angesichts weitgehend gesättigter Märkte und damit stagnierender Nachfrage im Inland sind zunehmende Exporte nötig, um ein weiteres quantitatives Wachstum des Sektors zu ermöglichen. Ein weiteres Ziel der deutschen Agrarpolitik ist es, die Emission von Treibhausgasen aus der Landwirtschaft zu reduzieren.
Die vorliegende Studie stellt die derzeit verfügbaren Informationen zu den Klimawirkungen der deutschen Agrarexporte zusammen und bewertet sie. Mit der Studie soll eine Diskussion darüber angestoßen werden, ob die Ausrichtung der Landwirtschaft auf Konkurrenzfähigkeit am Weltmarkt und die damit einhergehende Steigerung der Produktion der zu exportierenden Produkte mit den Zielen des Klimaschutzes kompatibel ist.

...hier geht es zur Studie.