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Januar

Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen

16.01.2017, 19:00 - 21:00 Uhr | Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Die größten Agrar- und Foodkonzerne (Foto: Konzernatlas 2017) Die größten Agrar- und Foodkonzerne (Foto: Konzernatlas 2017)

Vorstellung Konzernatlas: Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie

Vom Feld bis zur Ladentheke: immer weniger Konzerne bekommen immer mehr Macht über unser Essen. Ohne klare politische Regelungen geht der Trend zur Machtkonzentration weiter. Sechs der weltweit 16 größten Fusionen der letzten Jahre fanden im Agrar- und Ernährungsbereich statt. Und wenn es tatsächlich zu der Übernahme von Monsanto durch Bayer kommt, beheimatet Deutschland zwei der vier größten Agrarchemiekonzerne weltweit. Supermarktkonzerne schlucken sich gegenseitig. Wer übrig bleibt, an dessen Marktmacht kommen Bauern und Konsumenten kaum noch vorbei.

Recht und Politik in Deutschland und Europa begünstigen derzeit das Wachstum der Konzernmacht. Dabei fördern die Konzerne mit ihrer Verkaufs- und Einkaufspolitik die Industrialisierung der Landwirtschaft, die mit gravierenden Klima- und Umweltproblemen verbunden ist und häufig zulasten der Bäuerinnen und Bauern sowie der Arbeiter und Arbeiterinnen geht. Immer mehr Menschen sind mit dieser Form der Landwirtschaft unzufrieden. Sie organisieren sich und kaufen so ein, dass entlang der Wertschöpfungskette wieder Vielfalt und Fairness entstehen kann.

Trotzdem ist eine sozialökologische Neuorientierung des Agrar- und Ernährungssektors – von punktuellen Fortschritten abgesehen – nicht in Sicht. Im Gegenteil: Verbindliche Regeln für Unternehmen werden immer wieder torpediert.
Wir laden ein, gemeinsam zu diskutieren: Wie stellt sich die Marktmacht der Konzerne auf den unterschiedlichen Ebenen der Wertschöpfungskette dar? Wann ist groß eigentlich zu groß? Welche Regeln können sicherstellen, dass die Macht von Konzernen demokratische Entscheidungsprozesse nicht behindert? Wie könnte beispielsweise die Reform des Wettbewerbsrechts aussehen, die nicht nur niedrige Preise für die Endkonsumenten als das Maß aller Dinge ansieht, sondern stattdessen eine weitere Konzentration entlang der gesamten Lieferkette verhindert und gleichzeitig eine Qualifizierung der Produktion zulässt?

Vorstellung der Ergebnisse des Konzernatlas:

Marita Wiggerthale, Oxfam Deutschland
Benjamin Luig, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Reinhild Benning, Germanwatch

Podiumsdiskussion:

Barbara Unmüßig, Heinrich-Böll-Stiftung
Heike Moldenhauer, BUND (angefragt)
Jochen Fritz, Kampagne Meine Landwirtschaft
Harald Ebner, MdB, Bündnis90/Die Grünen

Moderation: Christine Chemnitz, Heinrich-Böll-Stiftung

Gemeinsame Veranstaltung von Oxfam Deutschland, BUND, Germanwatch, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung und der Kampagne Meine Landwirtschaft

Landwirtschaft mit Zukunft – ökologisch und gerecht

17.01.2017, 10:00 - 18:30 Uhr |

Vorträge, Interviewgespräch und Podiumsdiskussion über das Thema zukünftige Landwirtschaft

4. Berliner Klimagespräche – Fleischerzeugung in Deutschland – Wie viele Tiere verträgt das Klima?

18.01.2017, 17:00 - 19:00 Uhr | Berlin

Wo aber liegen Handlungsfelder für konkrete Klimaschutzpraxis in der Landwirtschaft? Welche Synergien könnten sich ergeben aus einer klimafreundlichen Landwirtschaft, der Ausdehnung des Ökolandbaus und der Überwindung der Erzeugerpreiskrise bei Fleisch und Milch?"
Gemeinsam mit unseren Podiumsgästen und Ihnen möchten wir die Fragen diskutieren, wie eine zukunftsfähige Landwirtschaft ausgestaltet sein muss und welche Voraussetzungen für einen Paradigmenwechsel in unserer Ernährung nötig sind.

Wir haben es satt! Großdemonstration am Potsdamer Platz

21.01.2017, 12:00 - 18:00 Uhr |

Wir haben es satt-Demonstration 2017 Wir haben es satt-Demonstration 2017

Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!

Gemeinsam für gesundes Essen, bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel

Die bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind in Gefahr. Denn Agrarkonzerne und die Bundesregierung treiben die Industrialisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft voran. Die Folgen: Das weltweite Höfesterben schreitet rasant voran, die handwerkliche Lebensmittelherstellung wird verdrängt, hunderte Millionen Menschen leiden an Hunger oder Mangelernährung, die Artenvielfalt schwindet und die Klimakrise verschärft sich.

Wir wollen Bauernhöfe statt Agrarindustrie! Statt Bäuerinnen und Bauern weltweit durch Landnahme den Boden unter den Füßen wegzuziehen, müssen Arbeit und Perspektiven in den ländlichen Regionen geschaffen werden. Im Wahljahr 2017 wird entschieden: Weiterhin Steuermilliarden für Agrar- und Chemieindustrie, Großgrundbesitz und Tierfabriken? Oder werden die regionale Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk sowie Tier- und Umweltschutz gefördert? Wir wollen eine sozial gerechte Agrarpolitik! Kleinere und mittlere Höfe müssen überleben können. Dafür brauchen wir eine Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft!

Wir wollen gesundes Essen! Aber Pestizide wie Glyphosat belasten unsere Lebensmittel, Mega-Mastanlagen quälen Nutztiere und übermäßiger Gülleeinsatz verschmutzt unser Wasser. Chemieriesen versuchen neuartige Gentechniken durch die Hintertür auf die Äcker und Teller der Welt zu bringen. An diesem System verdient vor allem die Agrarindustrie – auf Kosten von Bäuerinnen und Bauern. Schluss damit: Wir brauchen verbindliche Regeln für eine Land- und Ernährungswirtschaft, die Mensch, Tier, Umwelt und Klima schützt!

Wir wollen Demokratie statt Konzernmacht! Freihandelsabkommen wie CETA, TTIP und EPAs mit afrikanischen Staaten werden die Märkte weiter liberalisieren und zu noch mehr Exportabhängigkeit führen. Bäuerinnen und Bauern müssen zunehmend für den Weltmarkt produzieren, zu noch miserableren Erzeugerpreisen. Das führt zu Dumping-Exporten und zu höherer Marktkonzentration. Megakonzerne wie Bayer-Monsanto üben immer mehr Macht über unser Essen aus – vom Saatgut bis in den Supermarkt. Verantwortlich auch hier: die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel.

Wir Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen, ImkerInnen, BäckerInnen, GärtnerInnen, Tier-, Umwelt- und NaturschützerInnen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, kritische VerbraucherInnen und engagierte Jugendliche fordern auf der 7. „Wir haben es satt!“-Demonstration eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft.

Wir brauchen gesundes Essen für alle! Wir lassen die Ernährungs- und Agrarwende Tag für Tag Wirklichkeit werden und machen sie zum zentralen politischen Thema im Wahljahr. Die Politik muss sich jetzt ändern, damit Konzerne nicht länger über unser Essen bestimmen
Gemeinsam fordern wir im Wahljahr 2017:
Bauernhöfe statt Agrarindustrie!

Saatgut-Tagung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft

28.01.2017, 09:30 - 17:00 Uhr | Kassel

Kann man auf so etwas „Unberechenbares“ wie die Klimaänderungen überhaupt reagieren? Welche Ansätze und Ideen haben die Ökozüchter? Wie lassen sich zusätzliche Anforderungen in Züchtungsprogramme integrieren? Welche Voraussetzungen werden in Zukunft besonders wertvoll sein?
Erste Ideen und Ansätze sollen bei der Saatgut-Tagung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft am 28. Januar 2017 in Kassel dargestellt und diskutiert werden. Die Tagung richtet sich ausdrücklich auch an interessierte Laien. Wir laden Sie herzlich zu interessanten Vorträgen und verschiedenen Arbeitsgruppen ein, in denen Sie tiefer in die Thematik einsteigen können.

Februar

Themenabend Boden mit Kinofilm "Landraub - Die globale Jagd nach Ackerland"

01.02.2017, 20:00 Uhr | Waldshut-Tiengen (Baden-Württemberg)

Im Anschluss an den Film gibt es eine Diskussion über Bodenknappheit und Bodenpreisentwicklung im Landkreis Waldshut.

Zeit: 01. Februar 2017 20:00 Uhr
Ort: Albrecht Kino, Bernhalde 1, 79761 Waldshut-Tiengen

Anmeldung erforderlich

Die Freien Bäcker e.V. lädt ein zur Tagung "Zukunft Braucht Handwerk"

05.02.2017, 17:00 Uhr - 06.02.2017, 18:00 Uhr | Ebnisee / Schwäbischer Wald (Baden-Württemberg)

Ausgehend von der Erörterung der Frage „Warum braucht eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise Handwerk?“, sollen im Verlauf der Tagung Perspektiven aufgezeigt werden, wie Betriebe der handwerklichen Lebensmittelherstellung (Bäckereien) zu einer Ernährungswende beitragen können. Welche Hürden stellen sich dabei dem Bäckerhandwerk und seinen Partnern - der Getreidezüchtung, Bäuerinnen und Bauern, Erzeugergemeinschaften, Mühlen, dem Maschinen-, Ofen- und Ladenbau - in den Weg?
Im zweiten Teil der Veranstaltung soll gemeinsam mit den Tagungsteilnehmer*innen zusammen getragen werden, wie das Bäckerhandwerk sowie seine vor- und nachgelagerten Partner - und damit regionale, nachhaltige Strukturen zur Versorgung von Dörfern und Städten - substantiell gestärkt werden können.

2. Kontaktforum Hofübergabe – Jetzt anmelden! Lebenswerke übergeben - Lebenswerke neu beginnen

10.02.2017, 10:00 Uhr - 12.02.2017, 19:00 Uhr | Fulda

Neben rechtlichen Rahmenbedingungen und ökonomischen Fragestellungen sowohl vor als auch während der Übergangsphase, sollten sich beide Seiten vor allem auch mit persönlichen und zwischenmenschlichen Fragen auseinandersetzen: Wo soll es mit dem Hof hingehen? Möchte ich auf der Hofstätte leben? Wie schnell gelingt es dem Betriebsleiter Verantwortung an die übernehmende Generation abzugeben und in welcher Form wird sein Lebenswerk weitergeführt? Die dreitägige Veranstaltung schafft dazu einen Rahmen, in dem sich Hofsuchende und Hofabgebende in vertrauensvoller Atmosphäre begegnen können. Neben dem inhaltlichen Programm stehen vor allem das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch im Mittelpunkt, um sich für die Hofübergabe auch in die Lage des anderen versetzen zu können. Darüber hinaus werden verschiedene Beratungsangebote vorgestellt und es bestehet die Möglichkeit mit Experten über konkrete Fragen zu sprechen.

Kosten: normal: 120 €, ermäßigt: 80 €
Anmeldung: online ab dem 12. Dezember 2016
Anmeldeschluss ist der 30. Januar 2017
Teilnahme nur nach Bestätigung per E-Mail; Teilnehmerzahl ist begrenzt

Lüneburger Saatgutfestival 2017

18.02.2017, 12:00 - 16:00 Uhr | Lüneburg

Vorträge und Workshops über das Thema Saatgutsouveränität.

Wie nachhaltig ist die schwarze Null? SDG-Umsetzung und Haushalts- und Finanzpolitik

22.02.2017, 09:00 - 15:30 Uhr | Berlin

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik wollen wir vor diesem Hintergrund diskutieren: Wie nachhaltig ist der Bundeshaushalt und ist eine Umsetzung der SDG in den Finanzmitteln vorgesehen? Wer sorgt für die Einnahmen des Bundes und werden dabei Nachhaltigkeitskriterien beachtet? Welche umweltschädlichen Subventionen stehen heute sowohl der Finanzierung nachhaltiger Entwicklung als auch den haushaltspolitischen Zielen der Regierung entgegen? Welche Investitionen tätigt die öffentliche Hand und wie zukunftsweisend und nachhaltig sind diese? Wie nachhaltig ist die schwarze Null?

Bitte merken Sie sich den Termin vor. Ein Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze.

April

Internationale Konferenz "The Future of the Rural World" Innovation – Youth – Employment

27.04.2017, 09:00 Uhr - 28.04.2017, 17:00 Uhr | Berlin

Im Rahmen der deutschen G20 Präsidentschaft möchte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit Ihnen und anderen zentralen Akteuren aus dem In- und Ausland erörtern, wie wir eine innovative, wettbewerbsfähige, nachhaltige und gerechte ländliche Entwicklung – vor allem für die junge Generation – fördern können.

Juni

Öko-Feldtage 2017

21.06 - 22.06.2017 | Grebenstein (Hessen)

Die Öko-Feldtage zeigen neue Wege im Landbau und Innovationen in der Biolandwirtschaft. Aussteller präsentieren Maschinen zur Bodenbearbeitung, zur Saat- und zur Hacktechnik sowie zum Futterbau. Auf Demonstrationsparzellen der Aussteller und Versuchsparzellen der Domäne Frankenhausen werden aktuelle Praxisbeispiele aus dem Pflanzenbau vermittelt. Eine Milchviehherde von 100 Kühen sowie 700 Legehennen der Domäne liefern anschauliche Beispiele der artgerechten Tierhaltung. Mobilstallsysteme wie auch Nährstoffmanagement, Fütterung und Aufbereitung der Futtermittel werden thematisiert. Neben Führungen und Begehungen von Feldversuchen gibt es ein Fachforum, um Wissen zu teilen. Ein Kulturprogramm und kulinarische Köstlichkeiten – selbstverständlich in Bioqualität – runden das stark fachlich orientierte Programm ab.

Zeit: 21. - 22. Juni 2017
Ort: Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, Frankenhausen 2, 34393 Grebenstein