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20.06.2014 |

Tierschutz-Prämie: Mein Schwanz bleibt ganz

Ringelschwänze sieht man selten
Ringelschwänze sieht man selten

Der grüne Landwirtschaftsminister Christian Meyer will in Niedersachsen einen weiteren Schritt in Richtung verbesserter Tierschutz gehen. Mit der sogenannten Ringelschwanz-Prämie sollen konventionelle Landwirte finanziell unterstützt werden, wenn sie auf das Kupieren der Schweineschwänze verzichten. Dafür muss die Haltung der Tiere angepasst werden: Die Schweine sollen auf Stroh gehalten werden, Beschäftigungsmaterial und mehr Platz erhalten sowie intensivere Betreuung bekommen. Den Bauern sollen diese Zusatzleistungen mit 16 bis 18 Euro honoriert werden, so die Landwirtschaftskammer. Meyer geht mit dieser Idee auf die Forderungen der Landwirte ein, Tierschutzleistungen auch finanziell zu unterstützen. Das sei sehr attraktiv, wie erste Rückmeldungen zeigen würden, so der Minister. Die korrekte Umsetzung des Tierschutzprogramms soll unabhängig überprüft werden. Vom Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) kommt bereits harsche Kritik an dem Vorhaben: Ein Verzicht auf die gängige Praxis sei „unverantwortlich“ und berge ein hohes Tierschutz- und Wirtschaftsrisiko.

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