Meine-Landwirtschaft.de
 

Januar 2014

Großdemo "Wir haben es satt!" 

Pünktlich zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche zogen am 18. Januar zur vierten "Wir haben es satt!"- Demo erneut mehr als 30 000 Menschen vor das Kanzleramt in Berlin. Die Demonstranten, angeführt von hunderten Bäuerinnen und Bauern und 70 Traktoren, forderten von Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel einen Kurswechsel in der Agarpolitik. Statt weiterhin „Klientelpolitik für die Agrarindustrie“ zu betreiben, wurde an die Bundesregierung appelliert für eine soziale, tiergerechte und ökologische Agrarwende einzutreten.

Besonders kritisiert wurde dieses Jahr das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). „Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU-Kommission über ein Freihandelsabkommen, das Bauern und Verbrauchern gleichermaßen schadet. Die große Mehrheit der Menschen will keine Chlorhühnchen, kein Hormonfleisch und keine Gentechnik durch die Hintertüre“, so Jochen Fritz vom "Wir haben es satt!"-Bündnis. Genau das drohe aber, wenn das geplante Freihandelsabkommen abgeschlossen wird.

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Februar 2014

Workshop-Reihe „Politische Suppentöpfe“

Im Februar 2014 fand der vorerst letzte Workshop aus der Reihe „Politischer Suppentopf“ statt. Bereits im November 2013 gestartet und in enger Zusammenarbeit mit dem INKOTA-Netzwerk und zahlreichen regionalen PartnerInnen, wurden deutschlandweit neun Veranstaltungen durchgeführt. Vor Ort stellten sich lokale Initiativen und Projekte vor, gemeinsam wurde geschnippelt, gekocht und über eine zukunftsfähige Landwirtschaft diskutiert. Aufgrund des großen Erfolges wurde im Oktober 2014 ein weiterer Workshop durchgeführt, für Herbst 2015 ist dann auch eine Wideraufnahme der Politischen Suppentöpfe geplant.

April 2014

Kundgebung zur Agrarministerkonferenz in Cottbus

Am 4. April kamen über 250 Menschen zu einer Kundgebung anlässlich der Agrarministerkonferenz nach Cottbus. Unter dem Motto „Stoppt Massentierhaltung in Brandenburg!“ hatte das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg zur Demonstration aufgerufen, unterstützt vom Kampagnen-Netzwerk Campact und der Kampagne „Meine Landwirtschaft“. Gemeinsam zeigten LandwirtInnen, SchäferInnen und BürgerInnen den AgrarministerInnen, dass Brandenburg nicht zum Massentierhaltungs-Land Nr. 1 werden möchte und die Menschen sich für eine ökologische und damit gentechnikfreie, bäuerliche Landwirtschaft einsetzen.

Mai 2014

Europawahl

Im Vorfeld zur Europawahl im Mai 2014 beteiligte sich die Kampagne "Meine Landwirtschaft" an zahlreichen Aktivitäten gegen das Freihandelsabkommen TTIP, darunter Online-Petitionen und kleinere öffentlichkeitswirksame Aktionen, und trat dem Bündnis "TTIP Unfairhandelbar" bei. Darüber hinaus entwickelte "Meine Landwirtschaft" für die EU-Koordination des Deutschen Naturschutzrings konkrete Kernforderungen für die bevorstehenden Europawahlen im Bereich Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.

Juni 2014

Demonstration gegen Megastall in Haßleben

Am 29. Juni rief das breite Agrarbündnis der Kampagne "Meine Landwirtschaft" erneut zu einer "Wir haben es satt"-Demo auf, diesmal im uckermärkischen Haßleben. Grund hierfür: Ein geplanter Megastall mit 36.000 Plätzen für Schweine sollte dort in Betrieb genommen werden- ein Symbol von verfehlter Agrarpolitik! 

Trotz Regen kamen etwa 1.000 Menschen um gemeinsam für die Abkehr von der industriellen Massentierhaltung zu demonstrieren. Von der rot-roten Regierung in Brandenburg forderten sie, die Genehmigung der Mastanlage auf den Prüfstand zu stellen, denn die naturschutz- und brandschutzfachlichen Voraussetzungen für diese seien nie ausreichend geprüft worden. Die Landesregierung riskiere damit 36.000faches unermessliches Tierleid.

Unterdessen wurde der Protest in Haßleben auch von 20.000 BrandenburgerInnen mit einer Unterschriftensammelaktion für die Volksinitiative „Stoppt Massentierhaltung“ des Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg unterstützt.

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Juli 2014

"Wir haben es satt!"-Demo in Dresden

Über 3.000 Menschen gingen am 5. Juli für gutes Essen und eine zukunftsfähige, gerechte Landwirtschaft in Dresden auf die Straße. Auf der Demo setzten sich verschiedene RednerInnen konkret für ein Ende der Massentierhaltung, gegen TTIP und dessen Folgen für die Landwirtschaft und Ernährung ein und forderten eine Neuordnung der Agrarsubventionen, die Förderung von Klein- und JungbäuerInnen sowie eine ökologischere Landwirtschaft. Zu der Demo hatte das im Mai neu gegründete Agrar- und VerbraucherInnenbündnis "Meine Landwirtschaft Sachsen" aufgerufen.

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August 2014

"Wir haben es satt!"-Demo in Potsdam

Auf Potsdams erster "Wir haben es satt! Massentierhaltung abwählen!"-Demonstration am 31. August forderten 3.000 DemonstrantInnen die Abkehr von der Agrarindustrie hin zu einer bäuerlichen, tier-, natur- und umweltgerechteren Landwirtschaft. Klares Ziel der Demo war - im Vorfeld der Agrarministerkonferenz in Potsdam (3.-5. September) und der Brandenburger Landtagswahl (14. September) – ein deutliches Signal an die Politik zu senden.

Vom Startpunkt, dem Potsdamer Hauptbahnhof, zogen die Demonstrierenden hinter einem Traktorkonvoi durch das Zentrum von Brandenburgs Landeshauptstadt auf den Luisenplatz zur Abschlusskundgebung. Die brandenburgische Agrarpolitik, welche weiter große Tiermastanlagen, monotone Fruchtfolgen und die immer größeren Agrarholdings, die das Land unter sich aufteilten, fördert, stand dabei im Fokus der Proteste.


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September 2014

"Wir haben es satt!"-Aktion in Erfurt

 Auch in Thüringen setzten 800 DemonstrantInnen kurz vor den Landtagswahlen ein klares Zeichen gegen die bestehende Agrarpolitik. Besonders kritisiert wurden von den Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen und GärtnerInnen, Tier- und UmweltschützerInnen sowie zahlreichen VerbraucherInnen, die Anwerbung von industrieller Massentierhaltung und die bisherige Landvergabepolitik der thüringischen Landesregierung. Die Demonstration zeigte, dass auch in Thüringen Weichen für eine Agrarwende gestellt werden müssen.

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Oktober 2014

"Wir haben es satt!"-Kongress

Vom 2.-5. Oktober, dem Erntedank-Wochenende, diskutierten in der Emmaus-Kirche in Berlin-Kreuzberg über 500 Menschen über Alternativen zum bestehenden Agrarsystem. Konventionelle und ökologisch arbeitende Bäuerinnen und -bauern, ImkerInnen, Tier- und UmweltschützerInnen und internationale Gäste aus China, Südafrika, Rumänien und Guatemala stellten Alternativen zur industriellen Lebensmittelproduktion vor, darunter Solidarische Landwirtschaft-Projekte, Modelle für eine faire Marktregelung, Initiativen zum Saatgut-Erhalt und zur Bodenvergabe. Internationale Beispiele wie ein Bauernmarkt-Projekt aus China zeigten, dass auch dortzulande eine Gegenentwicklung zur weiteren Intensivierung der Landwirtschaft heranwächst.

In über 20 Arbeitsgruppen wurden Themen vertieft, in Großgruppenformaten wurden die Forderungen der „Wir haben es satt!“-Bewegung an die Agrarpolitik diskutiert und zusammengefasst und anschließend an die Politik weitergegeben. Eingebettet war der „Wir haben es satt!“-Kongress in das „Stadt Land Food“-Festival, einem Kulturfest für gute Landwirtschaft und gutes Essen. Organisiert wurde es von der Markthalle Neun, die bereits seit Beginn enger Partner der „Wir haben es satt!“-Demos ist. Auf dem „Stadt Land Food“-Festival konnte eingetaucht werden in die Welt des Lebensmittelhandwerks. Dort wurde gekäst und gewurstet, Kaffee geröstet und den LebensmittelhandwerkerInnen über die Schultern geschaut.  

Ein insgesamt gelungener Kongress, der Menschen - ob jung oder alt, aus  Politik oder vom Bauernhof, VeganerIn oder Nicht-VeganerIn - an einen Tisch brachte und dazu einlud, ähnliche Ideen, Probleme, Befürchtungen, Wünsche und Hoffnungen zu diskutieren, neue Netzwerke zu schließen sowie gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten.


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