Meine-Landwirtschaft.de
 

Initiativen

Gentechnik ist eine Risikotechnologie und wird deshalb seit Jahren kontrovers gesellschaftlich diskutiert.  Aus diesem Grund steht die Verwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung auf den Lehrplänen unserer Schulen. Jedoch versuchen vor allem industrienahe Verbände und Wissenschaftler, das für ihre Interessen zu nutzen und verbreiten oftmals  einseitige „Fakten“. Damit der Unterricht nicht nur zur Akzeptanzwerbung für Gentechnik-Konzerne benutzt wird, hat der Informationsdienst Gentechnik ein Internetportal für Schüler und Lehrer eingerichtet. Das Portal schule-und-gentechnik.de liefert viel anschauliches Material und kritische Informationen zum Thema Gentechnik für den Unterricht.

Jeder Deutsche wirft jährlich rund 80 Kilogramm Lebensmittel in den Müll. Zwei Drittel davon sind vermeidbare Essensreste, die noch genießbar sind. Die neue Internetplattform www.foodsharing.de, möchte dem entgegenwirken und bietet eine interaktive Datenbank mit Suchfunktion an, in der Privatpersonen, Händler und Produzenten zeitnah ihre überschüssigen Lebensmittel einstellen und zur Abholung freigeben können. Über die Seite kann man sich aber auch zum gemeinsamen Kochen verabreden um zu verhindern genießbare Lebensmittel in den Müll werfen zu müssen. Die Grundidee ist: Menschen teilen Essen. Dabei soll kein Geld fließen, denn den Lebensmitteln soll dadurch wieder ein ideeller Wert gegeben werden. In diesem Video wird Foodsharing in 1:30 Minuten erklärt.

Im Agrarbundesland Nummer Eins – Niedersachsen, werden über 50 Prozent der Masthühner sowie 1/3 aller Schweine und Legehennen in Deutschland gehalten. Um der industriellen Landwirtschaft etwas entgegenzusetzen, haben sich 14 Verbände und Organisationen, aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit zusammengeschlossen. In ihrem Positionspapier fordern sie die niedersächsische Landesregierung auf, sich gegen Hofsterben, Massentierhaltung, Monokulturen und Überproduktion zu stellen. Das Agrarbündnis Niedersachsen arbeitet unter dem Motto: vielfältig, fair, bäuerlich.

'ERNA goes fair' ist eine Kampagne der Aktion 3.Welt Saar für eine faire Landwirtschaft weltweit – für Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit, fairen Handel und entwicklungspolitische Bildungsarbeit. Sie vernetzt Bauern, Gewerkschafter, Naturschützer und 3.Welt-Engagierte. Die Aktion 3.Welt Saar setzt sich für eine Welt ein, in der jeder Mensch frei von Armut, Existenzangst und Unterdrückung nach seinen Vorstellungen leben kann.

In den letzten 40 Jahren hat sich die weltweite Fleischproduktion fast verdreifacht. Jeder Deutsche isst pro Jahr im Schnitt rund 60 kg Fleisch. Privatsache? Gute Frage. Für Weiden und Futtermittelanbau werden enorme Waldflächen gerodet, die weltweite Viehwirtschaft verursacht ein Fünftel der globalen Treibhausgas-Emissionen. Weiden für den Futtermittelanbau belegen oft Flächen, die für die Ernährung der Weltbevölkerung fehlen. Mit seiner neuen Aktion will der WWF eine Diskussion über unseren Fleischkonsum anstoßen und die Menschen zum  Nachdenken anregen.

Seit 2008 setzt sich FRESH (Food Revitalization and Eco-Gatronomic Society of Hohenheim e.V.) auf vielfältige Weise für nachhaltige Ernährung ein. Die Gruppe veranstaltet z.B. Eat Ins, Filmvorführungen, betreut einen studentischen Garten und hat ein eigenes Lehrangebot zu „Ethics of Food and Nutrition Security“ gestartet. Im November 2011 wurde FRESH für ihren Einsatz für Nachhaltigkeit und Ethik in den Agrarwissenschaften von der deutschen UNESCO-Kommission als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Das Netzwerk „Solidarische Landwirtschaft“ setzt sich für eine gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft mit einer vertrauensvollen, längerfristigen Bindung zwischen landwirtschaftlichem Betrieb und privaten Haushalten ein. Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen (Bio-)Produktion verpflichtet sich die Gruppe der Privathaushalte regelmäßig im Voraus einen festgesetzten Betrag an den Hof zu zahlen, der mit dem Geld seinen Möglichkeiten entsprechend wirtschaftet. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Mehr Infos und eine  Höfeliste gibt’s hier…

Eine Milliarde Menschen weltweit hungert, die Hälfte von ihnen sind Kleinbauern. Die Kampagne von „Brot für die Welt“ will über die Zusammenhänge zwischen Hunger und Armut, unserem Konsummodell und den Spielregeln des Welthandels informieren und lädt dazu ein, Stellung zu beziehen.

Lautlos sterben weltweit Milliarden von Bienen und unsere gesamte Nahrungskette ist in Gefahr. Doch ein weltweites Verbot einer bestimmten Gruppe von Pestiziden könnte die Bienen vor dem Aussterben retten. Das internationale Netzwerk Avaaz ruft deshalb in ihrer Petition Entscheidungsträger auf, die Verwendung von Pestiziden der Gruppe der Neonicotinoide zu verbieten.

Trotz der Grundsatzentscheidung des Europäischen Patentamts im Dezember 2010, wonach Verfahren zur konventionellen Züchtung nicht patentierbar sind, werden in Europa weiterhin Patente auf Saatgut erteilt. Um ein Verbot der Patentierung von Pflanzen und Tieren zu erreichen, hat die Initiative „No Patents on Seeds“ deshalb jetzt eine Briefaktion an das Europäische Parlament und die Kommission gestartet.

"Wir rufen die Parlamente und nationalen Regierungen auf, alle laufenden und künftigen großflächigen
Landtransaktionen zu unterbinden und dafür zu sorgen, dass das geraubte Land zurückgegeben wird." heißt es in einem Appell, der auf dem Weltsozialforum in Dakar verabschiedet wurde. Der Dakar-Appell lässt sich hier herunterladen.

Mit der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ für eine zukunftsfähige Welternährung informieren der Weltladen-Dachverband und Naturland über die welt­weite Ernährungskrise und bieten Ansätze zu ihrer Überwindung.

 

"Donnerstag ist Veggie Tag" empfiehlt der Vegetarierbund. Er rechnet vor welch gewaltigen Unterschied ein einziger Tag (auch der Montag) machen kann und liefert Zubehör: Rezepte, Film, Aktionsmaterial, Promis und Städte, die mitmachen.

INKOTA informiert über entwicklungspolitische Themen und setzt sich aktiv für eine Änderung von politischen Strukturen ein, damit das Menschenrecht auf Nahrung nicht täglich millionenfach verletzt wird.

 

 

 

Die Demonstrations-betriebe dienen der Anschauung und dem direkten Informationsaustausch zwischen Verbrauchern und Landwirten, sowie Landwirten untereinander. Hier können Sie biologische und biologisch-dynamische Landwirtschaft hautnah erleben.

 

 

Immer mehr Menschen leben auf der Erde. Bald werden wir 9 Mrd. sein. Und alle Menschen eint das Bedürfnis nach Nahrung. Wie eine Ernährungssicherheit für so viele Menschen gewährleistet werden kann, damit beschäftigt sich die Kampagne "Mahlzeit!". Im Rahmen dieser Kampagne geht es sowohl um den Informationsaustausch als auch um konkreten Aktivismus zum Thema.

Die Initiative setzt sich dafür ein, dass der Missbrauch von Einkaufsmacht aufgedeckt und begrenzt wird und fordert zudem, die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der gesamten Lieferkette. Dabei geht es vor allem darum, strukturell etwas zu verändern, d.h. bessere Sozial- und Umweltstandards in der gesamten Lieferkette der Supermärkte durchzusetzen, in Deutschland, innerhalb der EU und in Produktionsländern.

Bio mit Gesicht ist eine Initiative von Naturland, Marktgesellschaft der Naturland Betriebe, Bioland Markt, Demeter, tegut..., Feneberg, Ecoinform und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL). Das Projekt macht im Internet transparent, woher Bio-Produkte kommen und wie sie erzeugt und verarbeitet werden.

MISEREOR unterstützt Projekte in den Ländern des Südens und engagiert sich in Deutschland als Stimme und Anwalt der Armen im Süden. Das Ziel: Eine verantwortliche Politik und ein verantwortungsbewusster Lebensstil, der die Interessen der Armen in den Entwicklungsländern im Blick hat.

Vielfalt erleben ist eine Initiative für mehr Vielfalt und gegen Gentechnik auf dem Acker und im Essen von Alnatura und vielen Partnern aus Umwelt- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Lebensmittel-Verarbeitung und Handel. Ihre Bundestags-Petition fordert: "Agro-Gentechnik jetzt stoppen".